Auszeichnung für Jakob Kerry: MOZ- und LR-Reporter erhält Preis für mutigen Journalismus

MOZ- und LR-Investigativ-Reporter Jakob Kerry bei der Preisverleihung in Hamburg.
Claus Liesegang- Jakob Kerry erhält den Gabriele-Tergit-Preis für mutigen Lokaljournalismus.
- Ausgezeichnet wurden seine Recherchen in rechtsextremer Szene und im Milieu von Verschwörungstheoretikern.
- Der Preis wurde bei der „Hamburger Woche der Pressefreiheit“ erstmals verliehen – Kerry wurde Dritter.
- Der Preis erinnert an Gabriele Tergit, die NS-Pläne früh kritisierte und mutig recherchierte.
- Laudator Joachim Lux betont: Lokaljournalistinnen und -journalisten verteidigen unsere Demokratie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jakob Kerry, Investigativ-Reporter der Märkischen Oderzeitung und Lausitzer Rundschau, ist mit dem Gabriele-Tergit-Preis für mutigen Lokaljournalismus ausgezeichnet worden. Prämiert wurden seine Recherchen aus dem Jahr 2025 in der rechtsextremen Szene und im Verschwörungstheoretiker-Milieu.
Der Preis, bei dem Kerry den dritten Platz belegte, wurde im Rahmen der „Hamburger Woche der Pressefreiheit“ erstmals vergeben. Er erinnert an Gabriele Tergit, eine mutige Reporterin und spätere Romanautorin, die zur Zeit der Weimarer Republik unter großem persönlichem Risiko die frühen verbrecherischen Pläne Adolf Hitlers aufdeckte und das NS-Regime wie auch rechtsextreme Richter in Ihren Beiträgen kritisierte
Mit dem nach ihr benannten Preis ausgezeichnet werden mutige Lokaljournalistinnen und -journalisten, die sich ihre Freiheit zu recherchieren und zu berichten auch dann nicht nehmen lassen, wenn es unbequem oder gefährlich wird. Jakob Kerry sagt über seine Arbeit: „Dass wir dahin gehen, wo es ungemütlich ist, da, wo sich andere nicht trauen hinzugehen und Fragen zu stellen, genau so etwas braucht eine Demokratie mit einer freien Presse.“
Laudator Joachim Lux: Preisträger verteidigen unsere Demokratie
Laudator Joachim Lux sagte: „Die Bedeutung des Lokaljournalismus ist auf unzähligen Ebenen gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ Die Arbeit der Preisträger entstehe quasi aus Notwehr. Sie versuchten mit ihrer Arbeit ein System - unsere Demokratie - zu verteidigen, das in manchen Regionen und Milieus „sturmreif geschossen werden soll“.
Lux war 16 Jahre Intendant das Thalia Theaters in Hamburg. Der renommierte Dramaturg und Regisseur leitet aktuell das Harbour Front Literaturfestival. Er sagte wörtlich zu den Preisträgern: „Sie löffeln eine gesellschaftspolitische Suppe aus, die sie nicht angerichtet haben. Sie stehen vor Ort unter Feuer. In Regionen und Landschaften, die Hochburgen eines militanten Rechtsradikalismus sind. Sie sind ,reporters at risk‘. Und das in unserem Land!“
Weiter Preisträger waren Paulina Bermúdez aus Dortmund und Clemens Lotze aus Dresden.

