• Aus Brandenburg meldet das RKI am Montag, 07.12., eine Inzidenz von 636,6
  • Flächendeckend sollen immer mehr Auffrischungsimpfungen sogenannte Booster durchgeführt werden.
  • Wo kann ich eine 3. Impfung gegen Corona in Brandenburg bekommen?
  • Brauche ich vorher einen Antikörpertest?
  • Alle Infos zur Booster-Impfung gegen das Coronavirus
Bekommt Brandenburg die 4. Welle der Corona-Pandemie noch vor Weihnachten in den Griff? Zumindest steigt die Zahl der Impfungen gegen das Coronavirus steigt in Brandenburg weiter. In den vergangenen sieben Tagen wurden nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als 160.000 Impfungen verabreicht. Das sei eine gute Nachricht – auch mit Blick auf die Befürchtungen, dass durch gedeckelte Biontech-Impfstofflieferungen die Impfzahlen einbrechen könnten, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag, 06.12.2021. Die Landesregierung will rund 160.000 Impfungen pro Woche mit Ärzten und mobilen Angeboten in Kommunen schaffen. Das war auf einem sogenannten Impfgipfel des Landes vereinbart worden.

Corona-Impfung in Brandenburg: Hier gibt es die Booster-Impfung

Seit dem 1. Oktober übernehmen Arztpraxen und Betriebsärzte die Impfungen gegen Covid-19 vollständig. Zuvor wurden auch in den Impfzentren Vakzine verabreicht. Die Zentren wurden aber zum 30.09.2021 in ganz Brandenburg geschlossen. In Berlin haben aber noch ein paar von ihnen geöffnet. Brandenburg hat aber angekündigt, vier neue zentrale Impfstellen im Land zu öffnen. Diese sollen in Cottbus (Öffnung am 7. Dezember), Dahme-Spreewald, Potsdam und Barnim entstehen bzw. sind schon eröffnet.
Einen Überblick über die Impfstellen in Brandenburg gibt es auf der Internetseite www.brandenburg-impft.de.

Biontech-Obergrenze führt zu Ärzte-Protest

Bei vielen Ärzten und Impfstellen hatte es Proteste ausgelöst, dass der Bund für das meistgenutzte Vakzin von Biontech kürzlich Bestell-Obergrenzen eingeführt hatte – da sich die Lager sonst zu schnell zu leeren drohten, lautete die Begründung. Der Impfstoff wird deshalb seit zwei Wochen kontingentiert. In Brandenburg soll das derzeit knappe Kontingent laut Ministerium vorrangig für den Schutz von Menschen unter 30 Jahren sowie für Schwangere eingesetzt werden.
Darüber, was die Ärztinnen und Ärzte derzeit an Impfstoff bestellen, hatte das Ministerium zu Wochenbeginn nach eigenen Angaben noch keinen Überblick. „Die Zahlen steigen. Wir gehen davon aus, dass die Ärzte verstärkt mit Moderna impfen“, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. Mit Moderna sind nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) Impfungen bei Menschen erst ab 30 möglich.
62,5 Prozent der Bevölkerung sind nach RKI-Angaben inzwischen vollständig geimpft. Damit liegt Brandenburg im Bundesvergleich weiter auf dem vorletzten Rang. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren haben 34,6 Prozent eine zweite Impfung erhalten, in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahre sind es 65,8 Prozent und bei Menschen ab 60 Jahren 81,8 Prozent. 360 291 Menschen sind mit einer Auffrischungsimpfung „geboostert“, was einem Anteil von 14,2 Prozent entspricht.

Impfzentrum Schönefeld seit 1. Dezember offen

Am ehemaligen Flughafen Schönefeld können sich seit 1. Dezember Interessierte wieder gegen das Coronavirus impfen lassen. Am Mittwochvormittag herrschte bereits starker Andrang, wie die Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald, Kathrin Veh berichtete. Verabreicht wird der Impfstoff Moderna. Pro Tag sollen der Sprecherin zufolge zwischen 400 und 500 Impfungen vorgenommen werden. Es komme aber darauf an, wie sich die Impfdosen verteilen. Am Mittwoch hätten drei Impfstrecken geöffnet ohne Terminvergabe, am Donnerstag sollen sie auf fünf erweitert werden. Mit stetigen Impfstofflieferungen und Wiedereinführung eines Terminmanagementsystems könne die Kapazität in den kommenden Wochen ausgebaut werden. Aufgrund der bundesweiten Lieferengpässe können in Schönefeld derzeit keine Impfungen mit Biontech angeboten werden. Die Liefermengen waren deutlich gekürzt worden.

Booster-Impfungen in Potsdam – Termine bei Impfzentren

Auch in der Landeshauptstadt Potsdam können sich alle Personen ab zwölf Jahren gegen das Corona-Virus impfen lassen. Für bestimmte Personengruppen ist auch eine Booster-Impfung möglich. Die Termine sind aktuell allerdings vielerorts ausgebucht. In der Schinkelhalle sind aktuell alle Termine ausgebucht. So auch in der  Metropolishalle in Potsdam-Babelsberg. Fachärztinnen und Fachärzte der KV Brandenburg impfen am 18. und 19. Dezember 2021 im Ärztehaus Schopenhauerstraße. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KV) listet hier auf ihren Seiten mit Terminvergabe impfende Ärzte in Potsdam auf.
Manche Impfzentren geben auch an, ohne Termin zu impfen. Diese findet ihr ebenfalls auf der Webseite zu Impfungen in der Landeshauptstadt Potsdam.

Dürfen sich Brandenburger in Berlin gegen Corona impfen lassen?

Ja. Auf einem Informationsportal des Landes Berlin steht, dass sich dort alle Impfberechtigte impfen lassen können. „Dies sind Personen, die etwa in Deutschland ihren Wohnsitz, ihren ständigen Aufenthalt haben oder krankenversichert oder beschäftigt sind“, heißt es. Da es an viele Praxen bereits zu langen Warteschlangen gekommen ist, sollen in den kommenden Tagen weitere Corona-Impfstellen in Berlin für Entspannung sorgen. Übersicht der Berliner Impfzentren.

Booster Impfung Corona: Braucht man einen Antikörpertest vorab?

Während die Rufe nach einer dritten Impfung gegen das Coronavirus immer lauter werden, fragen sich viele: Brauche ich diese überhaupt? Habe ich nicht eventuell noch genug Antikörper von der 2. Dosis? Sollte ich deshalb einen Antikörpertest machen, ehe ich die Booster-Impfung erhalte? Alle Infos zur Notwendigkeit eines Antikörpertests vor einer 3. Impfung lest ihr im folgenden Artikel:

Impfnachweis dritte Impfung: Im digitalen Pass

Auffrischungsimpfungen können im digitalen Impfnachweis angezeigt werden. Die Dokumentation der Auffrischungsimpfung läuft genauso ab, wie bei Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen nach einer Genesung. Das heißt, nach Erhalten der Booster-Impfung wird ein QR-Code ausgeteilt, den man in die Corona-Warn-App oder die CovPass-App einscannen kann. In Apotheken kann nachträglich ein digitaler Impfnachweis ausgestellt werden.
Die Auffrischungsimpfungen, die seit September 2021 angeboten werden, stellen eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme dar. Ein bisher erreichter Status eines vollständigen Impfschutzes nach nationalen Regelungen gilt derzeit weiterhin fort. Die Gültigkeitsdauer von europäischen (EU)-Impfzertifikaten bleibt von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung unberührt.