Asiatische Hornisse in Brandenburg: In Eisenhüttenstadt wird erstes Nest beseitigt

Eine Asiatische Hornisse sitzt auf ihrem Nest. Die Asiatische Hornisse gilt als invasive Art, die eine Gefahr für die Imkerei und potenziell auch für Landwirtschaft und Biodiversität darstellt. Nun wird das erste Nest im Land Brandenburg beseitigt.
Boris Roessler/dpa- Erste Asiatische Hornisse in Brandenburg bestätigt – Fundort ist Eisenhüttenstadt.
- Ein Nest unter einem Büro-Dachvorsprung wurde entdeckt; eine Königin war nachweisbar.
- Beseitigung ist für den 24. Juli durch LfU-Experten mit Feuerwehrhilfe geplant.
- Laut Ministerium ist ein Einzeltier meist harmlos, Nester werden jedoch aggressiv verteidigt.
- Experten vermuten Verschleppung einer Königin; Ausbreitung vor Ort gilt als gut eindämmbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Eisenhüttenstadt im Landkreis Oder-Spree ist am 17. Juli 2026 erstmalig die als invasive Art eingestufte Asiatische Hornisse (Vespa velutina) im Land Brandenburg festgestellt worden. Wie das Umweltministerium des Landes mitteilt, wurde unter dem Dachvorsprung eines Bürogebäudes ein schnell wachsendes Nest bestätigt. Dabei sei auch eine fortpflanzungsfähige Königin nachgewiesen worden.
Um eine Ausbreitung der Art zu verhindern, soll das Nest bereits am 24. Juli von durch das Landesamt für Umwelt (LfU) beauftragten Experten beseitigt werden – mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr. Denn die Asiatische Hornisse stellt eine Gefahr für die Imkerei und potenziell auch für Landwirtschaft und Biodiversität dar.
Das Umweltministerium weist darauf hin, dass die Begegnung mit einer einzelnen Asiatischen Hornisse für Menschen in der Regel nicht gefährlich ist. Vorsicht sei jedoch in der Nähe eines Nestes geboten, da die Tiere dieses aggressiv verteidigen können.
Da es sich bei dem ersten Fund in Brandenburg um eine isolierte Ansiedlung weitab vom bisherigen Verbreitungsgebiet der Art handelt, stehen die Chancen demnach gut, dass eine weitere Ausbreitung der Hornisse im Raum Eisenhüttenstadt verhindert werden kann.
Der aktuelle Fund an der östlichen Landesgrenze überrascht die Experten und geht mutmaßlich auf eine vom Menschen versehentlich verschleppte Königin zurück. LfU-Experten hatten in Kürze eher mit ersten Funden im Westen Brandenburgs gerechnet, denn in südlichen und westlichen Bundesländern ist die invasive Art bereits stark verbreitet.

