AfD in Brandenburg: Kreisvorsitzender der Prignitz zurückgetreten

Jean-Rene Adam (AfD) hat sein Amt als Kreisvorsitzender in der Prignitz abgegeben. Er begründet dies mit zu hoher Arbeitsbelastung. Zuvor stand er wegen seiner Vergangenheit in der Kritik.
Soeren Stache/dpa- Jean-René Adam tritt als AfD-Kreisvorsitzender in der Prignitz zurück.
- Er nennt zu hohe Arbeitsbelastung in Landtag, Kreistag, Gemeinde und Ehrenämtern.
- Kritik kam nach einem Prüfbericht zu früher Kontakten zur Stasi-nahen Kriminalpolizei.
- Adam bestreitet Stasi-Mitarbeit und sieht keine Konsequenzen durch die Fraktion.
- Der Tagesspiegel berichtete zuvor über den Rücktritt, die dpa erhielt Adams Begründung.
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Der AfD-Politiker und Landtagsabgeordnete Jean-René Adam ist als AfD-Kreisvorsitzender in der Prignitz zurückgetreten. Er begründet dies mit zu hoher Arbeitsbelastung.
Kritik an Adam war aufgrund eines Prüfberichts einer Kommission über Stasi-Mitarbeit von Landtagsabgeordneten ausgekommen. Danach war Adam von 1983 bis 1984 inoffiziell für einen Bereich der Kriminalpolizei tätig, der eng mit der Stasi zusammenarbeitete.
Über Adams Rücktritt bei einer Mitgliederversammlung am Wochenende berichtete zuvor der „Tagesspiegel“. Der Politiker teilte der dpa am Morgen mit: „Die Arbeitsbelastung im Landtag Brandenburg, dem Kreistag Prignitz, der Gemeindevertretung Karstädt, sowie verschiedener Ehrenämter und als Kreisvorsitzender war zu hoch.“
Zum Prüfbericht über eine Stasi-Mitarbeit hatte Adam der Deutschen Presse-Agentur vor einiger Zeit gesagt: „Ich habe zu keiner Zeit mit der Stasi zusammengearbeitet. (...) Ich fürchte keine Konsequenzen durch die Landtagsfraktion, da ich mir nichts vorzuwerfen habe.“
