A100 in Berlin
: Rudolf-Wissell-Brücke muss nicht komplett gesperrt werden

Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. Nun gibt es einen neuen Fall. Worauf müssen sich Autofahrer einstellen?
Von
dpa
Berlin
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Die Rudolf-Wissell-Brücke ist die längste Straßenbrücke Berlins. Das Bauwerk ist wegen Schäden teilweise gesperrt.

Paul Zinken/dpa
  • Schäden an der Rudolf-Wissell-Brücke: Vollsperrung der A100 ist nach aktuellem Stand nicht nötig.
  • Ein Spannglied ist beschädigt und muss erneuert werden, deshalb ist Vollbelastung nicht möglich.
  • Die äußeren Fahrstreifen auf der Brücke sind gesperrt – rechts je zwei Wochen dicht.
  • Autofahrerinnen und -fahrer sollen die Brücke möglichst umfahren, Staus werden erwartet.
  • Ersatzneubau mit zwei getrennten Brücken ist geplant; täglich nutzen 180.000 Fahrzeuge die Brücke.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen Schäden an der Rudolf-Wissell-Brücke müssen sich Verkehrsteilnehmer auf der A100 auf weitere Staus einstellen – zu einer Vollsperrung wird es aber wohl nicht kommen. Eine Komplettsperrung oder gar ein Abriss der Brücke sei nach derzeitigen Erkenntnissen nicht nötig, hieß es von der Autobahn GmbH des Bundes. „Nach jetzigem Stand ist es überhaupt nicht zu erwarten und es ist auch eine komplett andere Konstruktionsweise wie die anderen Brücken“, sagte der Direktor der Niederlassung Nordost, Carsten Butenschön, dem RBB-Inforadio.

Fachleute hatten am Mittwoch ein beschädigtes Spannglied an der Brücke festgestellt. Das müsse erneuert werden, erklärte Butenschön. So lange sei eine Vollbelastung der Brücke, die zu den meistbefahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands gehört, nicht möglich.

Die äußeren Fahrstreifen der A100 auf der Brücke sind darum derzeit gesperrt. Der jeweils rechte Fahrstreifen soll laut Autobahn GmbH zwei Wochen lang nicht befahrbar sein. Die Gesellschaft empfiehlt Autofahrerinnen und -fahrern, die Brücke möglichst zu umfahren.

Umfangreiche Sperrungen wegen Schäden auf der A100 in Berlin

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist mit rund 930 Metern die längste Straßenbrücke in Berlin, wie es hieß. Täglich überqueren sie 180.000 Fahrzeuge. Für das Bauwerk ist laut Autobahn-Gesellschaft ein Ersatzneubau mit zwei getrennten Brücken in Planung.

Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. Der prominenteste Fall ist die Ringbahnbrücke, die zum Dreieck Funkturm gehörte. Im Frühjahr 2025 wurde sie wegen eines sich ausbreitenden Risses im Tragwerk gesperrt und schließlich abgerissen. Der Neubau der Brücke läuft bereits. So erging es auch der weiter nördlich gelegenen Westendbrücke. Auch hier hat der Neubau Ende Dezember 2025 begonnen.