: 2011 müssen in Lauchhammer Häuser auf der Kippe weichen
Bewohner der Grubenteichsiedlung Lauchhammer, deren Häuser auf einer Tagebaukippe stehen, müssen im Jahr 2011 ihre Häuser aufgeben. Lange traut sich keiner ihnen die Wahrheit zu sagen. Eine Lausitzer Geschichte.
Geblieben ist ein Gedenkstein am Standort der abgerissenen Wohnhäuser am Grubenteich in Lauchhammer.
Mirko Sattler
Lauchhammer ist so stark von Altbergbau-Flächen innerhalb des Stadtgebietes betroffen wie keine andere Kommune in der Lausitz. Das Restloch 40, der Alttagebau Mückenberg III der Milly-Grube zwischen der Finsterwalder Straße und der Grubenteichsiedlung.
Peter Radke
Die Bewohner der Grubenteichsiedlung erkämpfen sich Klarheit über die Wahrheit. Klaus-Otto Weymanns, der für den Sanierungsbergbau zuständige Referatsleiter der Planungsbehörde des Brandenburger Infrastrukturministeriums, bestätigt im Rathaus Lauchhammer schließlich: Die Grubenteich-Siedler müssen ihre Häuser verlassen.
Mirko Sattler
Die bescheidenen Häuser im Grünen stehen in der Grubenteichsiedlung Lauchhammer auf unsicherem Grund.
Steffen Rasche
Die Grubenteichsiedlung in Lauchhammer steht auf einer mächtigen Kippe des Alttagebaus Mückenberg III, dessen Restloch verfüllt ist. Die lockeren Sande bergen auch über den wassergesättigten Zustand hinaus die Gefahr von Grundbrüchen. Deshalb machen die drei neuen Filterbrunnen, die die Kippe trocken halten, den Wohnstandort nicht sicher.
Peter Radke
Achim (l.) und Monika Kathke sowie Egon Gückel stehen auf dem Areal der ehemaligen Grubenteichsiedlung in Lauchhammer.