Zum Skifahren über die Grenze zum Nachbarn: Weil die eigenen Pisten noch geschlossen sind, fahren viele Menschen aus Sachsen aktuell nach Tschechien.
Trotz steigender Corona-Inzidenzen haben dort die Skilifte seit dem 18. Dezember 2021 geöffnet. Wer in Tschechien Skifahren möchte, muss bei der Einreise und auf den Pisten allerdings Regeln beachten. Wie ist die aktuelle Situation in den tschechischen Skigebieten?
  • Die aktuellen Corona-Zahlen in Tschechien
  • Welche Regeln gelten an der Grenze?
  • Was gilt an den Skiliften und auf den Pisten?

Einreise nach Tschechien: Diese Regeln gelten an der Grenze

Je nach Infektionslage teilt das tschechische Gesundheitsministerium Länder einer grünen, orangenen, roten und dunkelroten Kategorie zu. Deutschland gehört als Land mit hohem Infektionsrisiko aktuell der roten Kategorie an.
Für Menschen aus diesen Ländern gilt bei der Einreise folgende Regeln:
  • Bei der Einreise müssen ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden vor Einreise) und eine elektronische Einreiseanmeldung vorgelegt werden. Erfolgt die Grenzüberquerung mit dem eigenen PKW, in dem nur Mitglieder des gleichen Haushalts sitzen, entfällt die Anmeldung.
  • Zwischen dem fünften und siebten Tag nach der Einreise muss ein zweiter PCR-Test durchgeführt werden.
  • Für Personen mit einer Booster-Impfung entfällt die Testpflicht, nicht aber die Einreiseanmeldung.
  • Personen mit einem vollständigen Impfschutz müssen bei der Grenzüberquerung neben der Einreiseanmeldung einen negativen PCR-Test vorweisen. Die anschließende Testung entfällt.
  • Von den Regelungen ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren, Grenzpendler und Beschäftigte im internationalen Personen- und Warenverkehr.

Skifahren in Tschechien: Diese Regeln gelten bei Tagesreisen an der Grenze

Für Aufenthalte in Tschechien bis zu 24 Stunden gibt es keine Einschränkungen. Einkaufen, Tanken, Ausflüge und Skifahren sind weiterhin möglich. Eine Test- und Anmeldepflicht besteht nicht. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln einreist und weder geboostert noch vollständig geimpft oder genesen ist, muss einen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen.
Sowohl das Digitale Covid-Zertifikat der EU als auch Zertifikate weitere Staaten werden von den Behörden bei der Einreise akzeptiert. Ab dem 01. Februar 2022 sind Corona-Impfzertifikate in Tschechien nur noch neun Monate nach der letzten Impfung gültig.

Coronaregeln in Tschechien: Maskenpflicht, 2G und Sperrstunde

Laut tschechischem Gesundheitsamt gilt im Freien, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sowie in allen Innenräumen (unter anderem in Geschäften, Restaurants, Museen), in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Haltestellen eine FFP2-Maskenpflicht.
Kindern bis 15 Jahren wird das Tragen einer FFP2-Maske zwar empfohlen, jedoch nicht verpflichtend vorgeschrieben. Bei ihnen ist eine OP-Maske ausreichend.
Von der Maskenpflicht befreit sind Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen oder intellektuellen Beeinträchtigungen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. In solchen Fällen muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden.
In Hotels und Restaurants gilt allgemein die 2G-Regelung. Nur geimpfte und genesene Personen erhalten demnach Zutritt. Davon ausgenommen sind Personen zwischen 13 und 18 Jahren, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Sie müssen in Gastronomie-Betrieben einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) vorweisen. Kinder unter 12 Jahren müssen keinen Nachweis erbringen.
In Restaurants, Bars, Clubs, Casinos und Spielhallen gilt ab 22 Uhr eine Sperrstunde.

Skifahren in Tschechien: Maskenpflicht und 2G an den Liften

Zugang zu den Liften und Pisten erfolgt grundsätzlich nur nach der 2G-Regel. Demnach können nur Geimpfte und Genesene den Skispaß in Tschechien erleben. An Sesselbahnen und Liften sind medizinische Masken, Halswärmer, Schlauchschals und Multifunktionstücher ausreichend. Eine FFP2-Maske wird von den Betreibern nicht vorgeschrieben.
Die Nachweise der Impfung und Genesung werden beim Kauf des Skipasses kontrolliert. Wer die Buchung online vornimmt, muss im entsprechenden Portal ein Foto oder PDF-Dokument des Nachweises hochladen.

Hochrisikogebiet Tschechien: Wie hoch sind die aktuellen Inzidenzen?

Weltweit steigen die Zahlen der Corona-Infektionen. Immer mehr Menschen infizieren sich mit der südafrikanischen Omikron-Variante. Auch Tschechien vermeldet zunehmend mehr Fälle: Am 12. Januar lag die 7-Tage-Inzidenz bei 421.
Das Auswärtige Amt stuft das Nachbarland deshalb als Hochrisikogebiet ein und warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen.“

Impfstatus in Tschechien: Ab wann ist man vollständig geimpft und geboostert?

Nach Angaben der tschechischen Behörden gelten alle Personen, egal ob bei einem Impfschema mit einer oder zwei Impfungen, zwei Wochen nach der Impfung als vollständig geimpft. Bei den Impfstoffen von AstraZeneca, Moderna und Biontech wird der Status 14 Tage nach der Zweitimpfung erreicht.
Als geboostert gelten alle Personen unmittelbar nach einer weiteren Impfung.

Was gilt bei der Rückreise nach Deutschland

Tschechien wird vom Auswärtigen Amt als Hochrisikogebiet eingestuft. Somit gelten bei der Rückkehr aus dem Nachbarland verschärfte Regeln: Neben einer digitalen Einreiseanmeldung muss ein Impf- oder Genesenennachweis beziehungsweise ein höchstens 48 Stunden alter negativer Test vorgelegt werden. Ungeimpfte Personen müssen nach der Einreise bis zu zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen kann diese durch eine Freitestung beendet werden. Kinder unter sechs Jahren müssen sich nicht testen lassen, jedoch für fünf Tage in Quarantäne.