Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Schneewittchen, Dornröschen, Frau Holle und vieles mehr: Viele beliebte Märchenfilme kommen aus der DDR. Die Deutsche Film AG (Defa) hat viele Märchen der Brüder Grimm (und auch andere) verfilmt – bis heute werden sie vor allem in der Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt. Eines dieser Filme kommt aus dem Jahr 1988: Rapunzel oder der Zauber der Tränen.
  • Wann kommt „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ aus 1988 wieder im TV?
  • Wo kann ich Defa-Filme in voller Länge zu jeder Zeit sehen?
  • Wo wurde „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ gedreht?
  • Wer sind die Schauspieler in dem DDR-Märchenfilm?

Rapunzel oder der Zauber der Tränen: Die Sendetermine 2021 für das Märchen aus der DDR

Der Film „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ aus 1988 läuft dieses Jahr zur Weihnachtszeit zweimal im TV:
  • 11.12.2021 im rbb
  • 12.12.2021 im MDR
Wer die Sendung verpasst hat, kann den Film aber an mehreren Orten nochmal sehen. „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ gibt es in voller Länge hier zu sehen:
Viele Filme der Defa sind in voller Länge auch auf dem YouTube-Kanal der Defa-Stiftung zu sehen.

Rapunzel 1988: Wo wurde der Film der Defa gedreht?

Der Film „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ wurde an verschiedenen Orten in der DDR gedreht. Das Schloss in dem Film ist das Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen. Zudem wurden einige Szenen am Brocken im Harz aufgenommen. Der Rapunzel-Turm wurde extra für den Film gebaut und in einem Wald in Potsdam-Mittelmark aufgestellt.

Die Neuverfilmung von „Rapunzel“: Gedreht in Brandenburg

Im Jahr 2009 wurde der Film „Rapunzel“ erneut gedreht. Auch diesmal wurden Kulissen in Ostdeutschland für die Verfilmung gewählt – und der gleiche Rapunzel-Zopf aus der Version von 1988 wurde für den Film aus 2009 verwendet. Die Schlossszenen wurden im Schloss Friedrichsfelde und im Schloss Boitzenburg gedreht. Der Rapunzel-Turm war diesmal der Askanierturm in der Schorfheide.

Rapunzel Defa: Die Besetzung des Films aus 1988

Die Defa-Version des Märchenfilms wurde von Ursula Schmenger Regie geführt. Die Darsteller sind:
  • Rapunzel: Sylvia Wolff
  • Prinz: Dirk Schoedon
  • König: Günther Grabber
  • Königin: Renate Blume
  • Alte Zauberin: Christine Schorn
  • Hässliche Prinzessin: Gunda Aurich
  • Brautmutter: Ruth Glöss
  • Oberjäger Albrecht: Peter Zimmermann
  • Vogt: Manfred Borges
  • Küchenchef: Ernst-Georg Schwill
  • Diener: Franz Viemann
  • Medicus: Arno Wyzniewski
  • Zofe: Annemarie Ripperger
  • Baumeister: Dieter Knust

Rapunzel Märchen: Der Ursprung der Geschichte

Die Geschichte von „Rapunzel oder der Zauber der Tränen“ ist ein Märchen der Brüder Grimm. Es war damals, 1988, die erste deutsche Verfilmung des Märchenklassikers. Die Geschichte von „Rapunzelt“ geht so:
Rapunzel wächst bei ihrer Stiefmutter, einer Zauberin, auf. Diese hält sie in einem hohen Turm versteckt. "Rapunzel, lass dein Haar herunter!" ruft sie jedes Mal, um in den Turm zu gelangen. Rapunzel lässt daraufhin mit Hilfe einer Spindel ihren langen Zopf zu Boden. Als dies ein junger Prinz beobachtet, will er es auch versuchen. Verkleidet schafft er sich heimlich Zutritt zum Turm. Doch bald schon kommt die Stiefmutter dahinter und zerstört das junge Glück. Beim Sturz aus dem Turm verliert der Prinz sein Augenlicht. Rapunzel wird im Turm eingemauert. Auf dem Schloss wird unterdessen die längst beschlossene Hochzeit des Prinzen vorbereitet. Mit Hilfe des Zaubers der Tränen finden Rapunzel und der Prinz dennoch zueinander.