Windpark in Rietschen
: Leag will Bürger zu Windräder-Vorhaben frühzeitig befragen

Energiepark Rietschen: Frühzeitige Bürgerbeteiligung zum geplanten Wind- und Solarprojekt auf rekultiviertem Tagebau Reichwade startet 2026.
Von
Jürgen Scholz
Rietschen
Jetzt in der App anhören
LEAG-Sommertour: Landschaft im Wandel: 15.08.2024, Brandenburg, Forst-Briesnig: Hinter landwirtschaftlichen Maschinen, mit denen ein Feld bearbeitet wird, sind erste Windräder des zukünftigen Windparks Forst-Briesnig II des Energieunternehmens LEAG zu sehen (Luftaufnahme mit einer Drohne). Dieser soll 2026 seinen Endausbau erreichen. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Windpark Forst-Briesnig II der Leag wie er im Sommer 2024 aussah. 17 Windräder sollen hier entstehen. Im Bereich Altliebel Modergraben sind auf Rietschenr Gebiet sechs und auf Boxberger Gebiet fünf bis sieben Windräder geplant.

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Energiepark Rietschen startet im Frühjahr 2026.
  • Geplant sind Solaranlagen und sechs Windräder in Altliebel/Modergraben auf 120 Hektar Fläche.
  • In Boxberg sollen fünf bis sieben Windräder entstehen – Details hängen vom Windkraft-Teilplan ab.
  • Netzanbindung und Einschränkungen durch den Truppenübungsplatz Oberlausitz bleiben Herausforderungen.
  • Bau und Inbetriebnahme des Energieparks sind ab 2030 vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Noch im Frühjahr 2026 soll es eine frühzeitige Bürgerbeteiligung geben für den geplanten Energiepark auf dem kultivierten Tagebaugelände Richtung Boxberg. Das wurde während des Neujahrsempfangs in Rietschen bekannt gegeben.

Im Bereich Altliebel/Modergraben sollen auf 120 Hektar Solaranlagen sowie sechs Windkraftanlagen errichtet werden. Ein vergleichbar großer Energiepark ist in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Gelände der Gemeinde Boxberg geplant, wo fünf bis sieben Windkraftanlagen vorgesehen sind.

Details hingen aber auch noch von dem Windkraft-Teilplan ab, verweist Marco Beyer auf die bevorstehende Veröffentlichung des Entwurfs durch den regionalen Planungsverband. Der Flächennutzungsplan gibt den rechtlichen Rahmen vor. Eine erste Flächenauswahl hatte insbesondere im Bereich des Tagebaus Reichwalde Potenziale aufgezeigt.

Speziell aber die Einschränkungen durch den Truppenübungsplatz Oberlausitz werden die Möglichkeiten einschränken, schätzt Beyer ein, der Leiter des Regionalmanagements für die Leag Gigawatt GmbH ist. „Wir prüfen dann, was geht.“

Ein Problem sei beispielsweise noch die Netzanbindung. Sachsennetz habe noch keine verbindlichen Aussagen treffen können. Man prüfe, ob nicht nur ein Teil des Energieparks direkt an den Kraftwerksstandort Boxberg angeschlossen werden kann oder ob es sogar komplett möglich wäre. Am Kraftwerk entstehen große Batteriespeicherkapazitäten. Anschlussprobleme gibt es auch bei anderen Energieparks.

Leag will Probleme für Genehmigung frühzeitig erkennen

Das eigentliche Beteiligungsverfahren wird voraussichtlich 2027 stattfinden. Mit der frühzeitigen Beteiligung sollen aber schon mögliche Probleme rechtzeitig erkannt werden. Mit Bau und Inbetriebnahme wird erst im Jahr 2030 gerechnet.

Welche finanziellen Vorteile die Kommunen von dem Vorhaben im rekultivierten Tagebaubereich  haben könnten, ließ Beyer mit Verweis auf das laufende Verfahren offen. Es gebe unterschiedliche Vorgaben in den Bundesländern. In Brandenburg seien es etwa 30.000 Euro pro Windkraftanlage. Maßgeblich sei aber auch die erzeugte Energiemenge. Und da gehe der Trend hin zu immer leistungsfähigeren Turbinen.