Am Dienstag haben die Initiatoren des Bürgerbegehrens die Unterschriftenliste im Weißwasseraner Rathaus abgegeben. Der Termin der Abgabe stand bereits im Vorfeld fest. Ziel des Begehrens ist es, dass die mehrheitliche Ratsentscheidung vom Juni dieses Jahres, dass Weißwasser dem Wasserzweckverband „Mittle Neiße-Schöps“ (WZV) beitritt, nicht vom Stadtrat, sondern von den Einwohnern getroffen werden soll. Die Initiatoren um Ex-Kämmerer Rico Jung sehen durch den Ratsbeschluss die Zukunft der Stadtwerke Weißwasser (SWW) in Gefahr und lehnen einen Beitritt der Stadt zum WZV ab. Auf 120 Listen sind mehr als 1600 Unterschriften für das Begehren zusammengekommen.

Wird Begehren bereits in der nächsten Stadtratssitzung behandelt?

Auf Nachfrage im Rathaus hieß es, dass nunmehr Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) und der Ältestenrat im Vorgriff auf die Stadtratssitzung Ende September über die Tagesordnung beratschlagen werden. Anzunehmen ist, dass im Rat über das Begehren diskutiert wird. Zunächst werde aber geprüft, ob alle Unterschriften von Weißwasseranern stammen, hieß es.
In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrfach Debatten gegeben, insbesondere in den Sozialen Netzwerken. Auch die Rundschau selbst ist dabei in die Kritik geraten, unterschwellig die Ratsentscheidung befürwortet zu haben. Laut Stadtverwaltung ist der Vertrag zum WZV-Beitritt von Weißwasser bereits unterzeichnet und zur Prüfung bei den zuständigen Behörden. Dazu ist der Oberbürgermeister vom Stadtrat im Juni ermächtigt worden. Das Bürgerbegehren ist erst im Nachgang im Rathaus angemeldet worden.