Mittlerweile sind es schon sieben: Mehrfach hat die Polizei in Ostsachsen in dieser Woche Schwertransporte gestoppt. Alle hatten das gleiche Ziel: den Waggonbau in Niesky. Und alle fuhren ohne Genehmigung.

Am Montag ging es los. Zwei türkische Schwerlasttransporte gerieten am Vormittag ins Visier der Lkw-Kontrolleure der Polizei. „Diese waren beladen mit Fahrgestellen für den Waggonbau und damit von Frankreich nach Niesky unterwegs.“, berichtet Polizeisprecherin Anja Leuschner. Die beiden türkischen Fahrer konnten den Angaben zufolge erforderliche Genehmigungen nicht vorweisen. „Unter anderem fehlte die Erlaubnis für die fast zwei Meter Überlänge plus nochmals circa zweieinhalb Meter Ladungsüberhang. Auch für die genutzten Sattelzugmaschinen gab es keinen Nachweis“, so Anja Leuschner.

Die Transporte wurden gestoppt und Bußgeldverfahren eingeleitet. Doch damit nicht genug.

Am Dienstag schauten die Polizisten genauer hin – und entdeckten bei Löbau fünf weitere Schwertransporte. „Auch diese transportierten Rahmenteile für den Waggonbau, wiederum ohne genügende Einhaltung der Vorgaben“, so die Polizeisprecherin. „Die fünf türkischen Fahrer, angestellt bei drei Firmen, konnten für ihre Sattelzüge keine Ausnahmegenehmigungen für die Überschreitungen von Länge und Breite vorlegen.“ Auch diese Transporte wurden deshalb gestoppt.

Um weitere Verstöße dieser Art zu verhindern, sollen die eingeleiteten Verfahren nun beschleunigt werden.