Ganz vorsichtig halten die kleinen Hände das Ei fest, um es dann zu bemalen. Hier geht es nicht etwa um Ostereier, sondern um Hühnereier in denen Küken „schlummern“. Wenig später sind die Eier mit Motiven wie einem Herzen, einem Küken samt Hühnerfutter, einem lustigen Gesicht oder dem Namen Maik versehen. Es geht darum, dass die Mädchen und Jungen der Häschen- und Maulwurfgruppe ihre Eier wiedererkennen. Denn die wandern nun gleich in den Brutautomaten.

Danach müssen die Kinder Geduld haben. „Zwei volle Hände und ein Daumen dazu“, erklärt Stephan Richter vom Rassegeflügeltzüchterverein in Schleife.

„Ei zum Huhn“-Projekt begeistert Kindergärten

Das Projekt vom „Ei zum Huhn“ ist ein Erfolgsprojekt. Im Kindergarten in Krauschwitz hat der Brutautomat schon gut zu tun gehabt. „Dort stehen die Küken kurz vorm Schlüpfen“, weiß Vereinsmitglied Krystian Rogoz. Die Kitas in Schleife, Groß Düben, Halbendorf und Rietschen sowie eine Grundschule in Weißwasser stehen in der „Warteschlange“.

Auf kindgerechte Art erfahren die Mädchen und Jungen, dass der Brutautomat die Henne ersetzt. „Dort ist es ein bisschen wärmer, als auf euer Hand“, bekommen die Kinder zu hören. Die Erzieherinnen Heike Sock und Marlies Zindler wissen jetzt, das täglich mehrere Stopps am Brutautomat eingelegt werden müssen. Schließlich müssen klein und groß schauen, ob mit den Eiern alles in Ordnung ist. Später werden dann die kleinen Küken unter der Wärmelampe zu bewundern sein.

Übrigens liegen im Brutautomaten seit Mittwoch 28 Hühner- und zwei Puteneier. Mal sehen, ob das Knirpsenland dann in gut drei Wochen 30 gefiederte Kinder mehr hat.