Ein Autofahrer hat mit seinem VW auf der Staatsstraße 126 zwischen Weißwasser und Weißkeißel früh am ersten Weihnachtstag 2019 einen Wolf angefahren. Der 31-Jährige war in der Nacht gegen 0.25 Uhr auf der Straße unterwegs.

Plötzlich überquerte nach Angaben der Polizei ein Wolf die Fahrbahn. Der junge Mann habe den Zusammenstoß mit dem Raubtier nicht vermeiden können. Der Wolf sei am Unfallort verendet. An dem Fahrzeug entstand laut Polizei ein Sachschaden von geschätzt 2000 Euro.

Dresden/Cottbus

Wolfsexperten haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Unfallgefahr mit Wölfen in den Wintermonaten zwischen Oktober und Februar regelmäßig steigt. Grund: „Auf ihren Streifzügen überqueren Wölfe auch Straßen. Besonders unerfahrene Welpen erkundeten das Territorium allein“, sagten Wolfsbeobachter einer Reporterin der Lausitzer Rundschau im Februar 2019.

Höchste Wolfsdichte in Brandenburg und Sachsen

Brandenburg und Sachsen sind die Länder mit der höchsten Wolfsdichte in Deutschland. Zurzeit gibt es nach Angaben des Lupus-Instituts allein 27 Wolfsterritorien in Sachsen. Dazu gehören 22 Rudel, vier Paare und ein Einzeltier. Die meisten dieser Territorien befinden sich in der Lausitz. Damit bleibt die Region Schwerpunkt der Wolfsbesiedlung.

Bildergalerie Tödliche Begegnung mit der Zivilisation: Dieses Jungtier wurde im Februar 2007 überfahren. Es stammte vermutlich aus dem Muskauer-Heide-Rudel.