Unfall in Görlitz: Ungewöhnliche Verfolgungsjagd - 91-Jährige flieht vor Polizei

Unfall: Die 91-jährige Fahrerin eines Mitsubishi rammte in Görlitz einen Streifenwagen – und fuhr weiter.
IMAGO/Matthias Wehnert- In Görlitz lieferte sich eine 91-Jährige am Montagabend eine kurze Verfolgungsfahrt.
- Sie kollidierte zuerst mit einem Streifenwagen, fuhr weiter und rammte einen Renault.
- Beim Zurücksetzen stieß sie erneut gegen den hinter ihr stehenden Polizeiwagen.
- Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen, die Straße war etwa eine Stunde gesperrt.
- Schaden: insgesamt rund 35.000 Euro – Führerschein abgegeben, Ermittlungen eingeleitet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Verfolgungsjagd der besonderen Art hat sich am Montagabend in Görlitz abgespielt. Beteiligt waren eine 91-jährige Frau, ein Streifenwagen und ein Unbeteiligter. Die Straße war für etwa eine Stunde gesperrt.
Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilt, war die 91-Jährige in ihrem Mitsubishi von der B6 Richtung Görlitz kommend auf der Görlitzer Straße unterwegs und wollte nach rechts auf die Dorfstraße in Richtung Schlauroth einbiegen. In dieser Kurve ist sie allerdings in die Fahrerseite eines Polizeiwagens gekracht.
Trotz leichter Verletzungen und mit einer beträchtlichen Beule in der Fahrertür nahm der 23-jährige Polizist am Steuer des Streifenwagens die Verfolgung auf – denn die 91-Jährige setzte ihre Tour fort. Und rammte ein weiteres Auto. Diesmal: den Renault eines 53-Jährigen, der unverletzt blieb.
Unfall: 91-Jährige rammt zwei Autos und will weiterfahren
Doch damit noch immer nicht genug: Die 91-jährige Seniorin wollte auch nach dem zweiten Crash weiterfahren, legte den Rückwärtsgang ein und fuhr erneut in den mittlerweile hinter ihr stehenden Streifenwagen.
Nur weil die 26-jährige Polizistin auf dem Beifahrersitz ausstieg und der 91-Jährigen den Zündschlüssel herausziehen konnte, konnte eine erneute Weiterfahrt verhindert werden.

Am Streifenwagen entstand ein Schaden von 25.000 Euro. Die beiden Polizisten mussten mit leichten Verletzungen in die Notfallaufnahme.
IMAGO/Matthias WehnertSowohl die 26-jährige Polizistin, als auch ihr 23-jähriger Kollege sind mit leichten Verletzungen in die Notfallaufnahme gebracht worden. Auch die 91-Jährige wurde dort behandelt.
Noch am Unfallort konnte ein QFP-Test durchgeführt werden. Bei der qualifizierten Fahrtüchtigkeitsprüfung werden geistige und körperliche Funktionen getestet, wie der Gleichgewichtssinn, die Motorik, Koordination und Konzentration.
Im Anschluss hat die 91-Jährige den Beamten ihren Führerschein übergeben. Sie muss sich nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten.
Zudem ist ein hoher Sachschaden von insgesamt etwa 35.000 Euro entstanden: Bei der Unfallverursacherin und dem Renault liegt der Schaden jeweils bei 5000 Euro, beim Streifenwagen bei 25.000 Euro.


