Unfall bei Weißwasser: Rennboote stoßen auf Halbendorfer See zusammen

In der Klasse F 250 liegen die Fahrer beim Rennen auf dem Halbendorfer See bei Weißwasser in ihren Motorbooten. Beim Weltmeisterschaftsfinale der Formel 500 für Amateure hat es nun einen Unfall gegeben. (Archivfoto)
D. JoppeBei einem Weltmeisterschafts-Finalrennen auf dem Halbendorfer See in der Nähe von Weißwasser sind am Samstag (5. Oktober) zwei Motorboote zusammengestoßen. Das teilt die Polizei in Görlitz am Sonntag (6. Oktober) mit.
Eines der Boote hob in der Folge des Zusammenstoßes ab, überschlug sich und blieb mit dem Cockpit unter Wasser liegen. Der Pilot aus Ungarn war mehrere Minuten unter Wasser, ehe er von Rettungskräften geborgen wurde, die ihn reanimierten.
Der schwer verletzte 48-Jährige wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Hoyerswerda geflogen. Zunächst hatte der Veranstalter mitgeteilt, der ungarische Teilnehmer sei unverletzt geblieben und nur sicherheitshalber zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht worden.
Boote mit zu 180 km/h auf dem Halbendorfer See
Der andere beteiligte Fahrer des Rennes, ein 59-jähriger Mann aus Italien, „kam mit dem Schrecken davon“, sagte der Polizeisprecher. Er wurde nur sicherheitshalber zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Die Veranstalter brachen den Lausitz Grand Prix 2024 auf dem Halbendorfer See ab. „Es finden keine weiteren Rennen statt“, stand auf der Homepage.
Der Unfall im Speedboot-Weltmeisterschaftsfinale der Formel 500 für Amateure wird von der Polizei untersucht. Bei solchen Rennen können die Motorboote Geschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometer pro Stunde erreichen. Der entstandene Schaden wird von der Polizei auf etwa 2500 Euro geschätzt.
