Unfall bei Weißwasser: Transport mit Bagger rammt Panzer-Brücke auf B156

Zu einem Unfall auf der B156 zwischen Weißwasser und Boxberg musste die Polizei ausrücken. Dabei wurde eine Brücke beschädigt, der Fahrer des Unfallwagens flüchtete. (Symbolfoto)
Daniel Karmann/dpa- Unfall auf B156 bei Weißwasser: Bagger beschädigt Brücke, Fahrer flüchtet.
- Bagger touchierte Brücke, löste Steine und durchtrennte ein Rohr – erhebliche Schäden.
- Unfallfahrer fuhr weiter, wurde 1 km entfernt in Parkbucht von Polizei gestellt.
- Am Bagger 500 Euro Schaden; Ausmaß der Brückenschäden noch unklar.
- Polizei ermittelt – Unfall ereignete sich am Dienstagmorgen, 7. Oktober.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Unfall auf der B156 zwischen Weißwasser und Boxberg hat am Dienstagmorgen (7. Oktober) für erhebliche Schäden gesorgt. Wie die Polizeidirektion Görlitz am Mittwoch (8. Oktober) mitteilte, war ein 40-jähriger Mann mit einem Fahrzeuggespann – bestehend aus Zugmaschine, Anhänger und einem geladenen Bagger – gegen 8:30 Uhr von Boxberg in Richtung Weißwasser unterwegs. Offenbar war der Bagger nicht vollständig eingefahren, sodass er eine sogenannte Panzerbrücke touchierte.
Durch den Aufprall wurde die Bausubstanz der Brücke beschädigt und ein unter der Brücke verlaufendes Rohr durchtrennt. Steine lösten sich und fielen auf die Fahrbahn. Der Fahrer kümmerte sich laut Polizei jedoch nicht um die Unfallfolgen: Er verließ die Unfallstelle unerlaubt, ohne die heruntergefallenen Steine zu beseitigen.
Etwa einen Kilometer weiter hielt der Mann in einer Parkbucht an, wo ihn die Polizei schließlich fand. Am Bagger entstand ein Sachschaden von rund 500 Euro. Das Ausmaß der Schäden an der Brücke ist bislang noch nicht bekannt. Der Verkehrs- und Verfügungsdienst hat die Ermittlungen aufgenommen.
Brücke gehört zum Truppenübungsplatz der Bundeswehr
Die Brücke war 2012 von Vattenfall für die Bundeswehr gebaut worden, weil diese durch den fortschreitenden Tagebau Reichwalde zunehmend Flächen jenseits der Bundesstraße in Anspruch nehmen musste für den Betrieb des Truppenübungsplatzes Oberlausitz.
Die Brücke befindet sich also auf dem Gelände des Übungsplatzes und steht im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), wie das Landeskommando Sachsen auf Anfrage am 9. Oktober 2025 bestätigte.
Nach derzeitigem Kenntnisstand seien lediglich oberflächliche Beschädigungen an der Brücke feststellbar, so ein Sprecher des Landeskommandos. Dazu gehören demnach Betonabplatzungen an der Kante sowie eine beschädigte Regenwasserableitung aus Kunststoff.
Eine fachgerechte Prüfung der Brücke sei bereits beauftragt worden und soll noch im laufenden Monat durchgeführt. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den Übungsbetrieb, so die Bundeswehr.
