Am Pegel Sprey der Spree steht das Wasser bei 67 Zentimeter. Am Schöps in Hammerstadt werden 62 Zentimeter gemessen. Beides sind laut Landeshochwasserzentrum Niedrigwasserstände. An der Lausitzer Neiße sieht es am Pegel Podrosche mit 71 Zentimeter nicht viel besser aus. Auch hier geht die Behörde wie an den anderen beiden Flussläufen von einem fallenden Wasserstand aus.

Diese Situation macht der Kreisbehörde nicht nur Sorgen, sie führt auch zu Entscheidungen. „Aufgrund der extremen Dürre im vergangenen Jahr und den bisher ungenügenden Niederschlägen in diesem Jahr konnte keine Entspannung der Niedrigwassersituation in Grund- und Oberflächengewässern eintreten“, teilt Sprecherin Julia Bjar mit. Zudem sei eine Änderung dieser Situation gegenwärtig nicht absehbar.

Das veranlasst den Landkreis Görlitz, als Untere Wasserbehörde, ein Pumpverbot auszusprechen. Die Eigentümer und Anlieger von Flüssen, Bächen und Seen sind aufgefordert, ab sofort bis einschließlich 30. September 2020 oder bis auf Widerruf die Entnahme von Wasser mittels Pumpe für den eigenen Gebrauch einzustellen. Mit Rücksicht auf den Wasserhaushalt ist die gebotene sparsame Verwendung von Wasser sicherzustellen. Vom Verbot ausgenommen sind gewerblich arbeitende Gärtnerei- und Landschaftsbaubetriebe sowie die Viehtränke.

Die Verfügung ist auf der Internetseite des Kreises nachzulesen.