Tot in Görlitz: Mordverdacht – Ermittlungen führten auch nach Brandenburg

Die Polizei in Sachsen hat einen Fahndungserfolg in Görlitz vermeldet.
Frank Hilbert (Symbolfoto)Der 79-Jährige war am 16. September tot in seiner Wohnung in Görlitz in der Lunitz aufgefunden worden. Etwa in der letzten Septemberwoche ergab sich ein Anfangsverdacht gegen einen 29-Jährigen, der mit dem Opfer bekannt war.
Als die Ermittlungen einen hinreichenden Tatverdacht gegen den 29-Jährigen ergaben, startete am 9. November ein größerer Polizeieinsatz, bei dem es zeitgleich Durchsuchungen an vier Orten in Sachsen und Brandenburg sowie Zeugenvernehmungen gab, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Görlitz am Freitag, 17. November, in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Bereits am 10. November Haftbefehl erlassen
Im Ergebnis dieser Maßnahmen ergab sich nun ein dringender Tatverdacht, aufgrund dessen am 10. November die Staatsanwaltschaft Görlitz beim Ermittlungsrichter am Amtsgericht Görlitz den Erlass eines Haftbefehls beantragte. Der Tatverdächtige hat sich bisher nicht zum Tatvorwurf geäußert, hieß es in der Pressemitteilung.
Im Rahmen der Ermittlungen hatte es im November eine öffentliche Fahndung gegeben, bei der auch die Fernseh-Sendung „Kripo live“ einbezogen und eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise in Aussicht gestellt wurde. „Völlig ungewöhnlich gab es auf die Ausstrahlung im TV nur eine Mitteilung zu einem bereits im Verfahren bekanntgewordenen Sachverhalt“, so ein Polizeisprecher. Auch die Veröffentlichungen in den anderen Medien hätten nur etwa zehn Hinweise, aber keine neuen Ermittlungsansätze gebracht.
Messie-Verhältnisse in Görlitz erschweren Spurensuche
Aktuell werden weiter Spuren analysiert und ausgewertet. Dabei erschwere der Zustand des Tathauses die Arbeit der Kriminaltechniker massiv, hieß es vonseiten der Ermittler. Zudem sei nun eine größere Menge beschlagnahmter Speichermedien aufzuarbeiten und zu begutachten. Weiter Details wurden nicht genannt mit Verweis auf die weiteren Ermittlungen.
