Tag des offenen Denkmals 2025: Besondere Termine im Kreis Görlitz

Die Ruine Karlsfried bei Oybin: Archäologen erläutern beim Tag des offenen Denkmals die Geschichte der Ruine - und wie der Klimawandel sich darauf auswirkt.
Landesamt für Archäologie / David Berthel- Tag des offenen Denkmals 2025: Vielfältige Aktionen im Kreis Görlitz am 14. September.
- Bad Muskau: Führungen und Vorträge zur Alten Brauerei und Baustelle Niederländischer Hof.
- Burgruine Karlsfried: Führung mit Fokus auf Geschichte und Klimawandel-Auswirkungen.
- Kirchen und Scheunen in Quitzdorf, Kreba und Milkel laden zu Besichtigungen und Führungen ein.
- Görlitz: Sonderausstellungen, Theater-Einblicke und Buchvorstellung zur Museumslandschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Tag des offenen Denkmals öffnen sich am 14. September 2024 manchmal Türen, die sonst verschlossen bleiben. Beispielsweise zu Schloss Milkel oder der Alten Brauerei in Bad Muskau. Ober es gibt Führungen mit Experten, die viele Hintergründe vermitteln. Sehr viel, aber nicht alles, findet sich auf der Liste der Stiftung Deutsche Denkmalpflege. Und wenige Angebote gibt es im nördlichen Kreis Görlitz.
Nicht auf der Liste: In Bad Muskau wird von 14 bis 17 Uhr wird die Baustelle des Niederländischen Hofs bei der Alten Brauerei an der Berliner Straße für Besucher geöffnet. Neben Führungen durch die Brauerei gibt es Vorträge über die Geschichte des Ortes, die geplante Nutzung, das Vorgehen bei restauratorischen Arbeiten sowie den aktuellen Baufortschritt. Im Besucherforum beantworten Architekt Roland Ladusch sowie Restaurator Rayk Grieger Fragen der Besucher.
Es gibt Getränke und Biergulasch des Brauwerk Schleife und des Brauhauses Fürst Pückler Cottbus, Kaffee und Kuchen und Musik von der Spreeriver Dixielandband aus Cottbus. Stiftungsdirektor Cord Panning erzählt ab 14 Uhr über die Geschichte des Ortes, um 14.30 Uhr und 15.30 Uhr gibt es Führungen durch die Brauerei, um 15 Uhr und 16 Uhr erläutert Restaurator Rayk Krieger die Sanierung des Niederländischen Hofs. Parkplätze gibt es in direkter Nähe unter anderem zwischen Berliner Straße und Mittelstraße, ansonsten auch am Marktplatz.
Ganz im Süden des Kreises liegt die eher versteckte Burgruine Karlsfried zwischen den Oybiner Ortsteilen Lückendorf und Eichgraben. Ihr Bau geht auf einen Auftrag von Kaiser Karl IV. zurück, der 1357 damit die Kontrolle über die Verbindungsstraße zwischen Böhmen und der Oberlausitz verbessern wollte.
Das sächsische Team des Interreg-Projekts „Fragiles Erbe“ lädt mit Unterstützung des Zittauer Geschichts- und Museumsvereins am Tag des offenen Denkmals um 14 Uhr zur zweistündigen archäologisch-historischen Führung an der Burgruine Karlsfried ein (Parkplatz an der S132). Es gibt Einblicke in die Geschichte und bauliche Entwicklung der Burg, die um eine mittelalterliche Straßensperre sowie noch heute gut erkennbare Hohlwege ergänzt wurde.
Neben der archäologisch-historischen Einordnung liegt ein besonderer Schwerpunkt der Führung auf den Auswirkungen des Klimawandels auf Denkmale und Kulturlandschaften. Zum Abschluss der Führung erwartet die Teilnehmer ein Stand mit archäologischen Funden von der Burgruine Karlsfried. Festes Schuhwerk wird dringend empfohlen, wegen des unwegsamen Geländes erfolgt die Teilnahme auf eigene Verantwortung.
Kirche, Scheune, Schloss: Angebote in Quitzdorf, Kreba und Milkel
Die Dorfkirche in Quitzdorf am See öffnet von 13 bis 18 Uhr. Sie wurde um 1300 als Kapelle erbaut und 200 Jahre später zur Kirche erweitert. Besonderheiten sind der niederländisch-fränkische Flügelaltar aus dem Jahr 1520 sowie zwei Glocken aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie ein Zahnbalken. Geboten werden kleine musikalische Beiträge, stündliche Führungen sowie Kaffee und Kuchen.

Die Dorfkirche in Quitzdorf am See ist eine spätromanische Saalkirche, die um 1300 als Kapelle erbaut und um 1500 zur Kirche erweitert wurde.
Hagen GanoDie evangelische Kirche in Kreba ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sie wurde 1625 erbaut und ersetzte eine hölzerne Kirche an einem anderen Standort. Bereits 60 Jahre später wurde die Kirche nach einem Brand neu errichtet und weitgehend erhalten. Neben Führungen wird auch die Turmbesteigung ermöglicht, und gibt es Sonntagskaffee.
Nicht weit entfernt wird in Kreba eine alte Schrotholz-Scheune (Hoyerswerdaer Straße 4) von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Sie ntstand Ende des 17. Jahrhunderts als eine dreizonige Blockscheune und wurde Ende des 18. Jahrhunderts mit einem Fachwerkbau erweitert. Im 19. Jahrhundert wurde das Dachwerk mit einem Fachwerkdrempel errichtet.
Durch das hohe Baualter der 2018 sanierten Blockscheune, das im Bestand der Blockbauten der nördlichen Oberlausitz nur noch selten nachgewiesen werden kann, hat die Scheune einen hohen Denkmalwert. Neben der Besichtigung der Scheune gibt es Denkmalführungen nach Bedarf, aber auch Spielwiese und Malsachen für Kinder, Kaffee und Kuchen sowie „Scheunen-Wasser“ und Flammkuchen.
Besichtigungen des sanierten Barockschlosses Milkel bei Radibor aus dem 14. Jahrhundert sind nur im Rahmen der angebotenen Programmpunkte möglich. Die jeweils 90-minütigen Führungen des Schlosses beginnen um 12 Uhr, um 14 Uhr und um 16 Uhr. Der Hausherr führt durch das Schloss und bittet darum, Hausschuhe mitzubringen. Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Viele Angebote in Görlitz zum Tag des offenen Denkmas
Das Schlesische Museum in Görlitz öffnet am Sonntag von 10 bis 17 Uhr außer dem Schönhof auch das Hallenhaus „Goldener Baum“ (Untermarkt 4). Die beiden Gebäude zählen zu den bedeutendsten Görlitzer Hallenhäusern mit Fassaden aus der Renaissancezeit. Die normalerweise verschlossene spätgotische Halle des Goldenen Baums stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert und ist damit eine der ältesten ihrer Art in Görlitz. Zum Schönhof gibt es von 10 bis 18 Uhr mit fünf Euro ermäßigten Eintritt und um 13 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung „UmBrüche 1945“. Gerade in Görlitz gibt es zahlreiche Angebote am Tag des offenen Denkmals, zum Beispiel einen Blick hinter die Kulissen des Gerhart-Hauptmann-Theaters.
Vor 32 Jahren wurde das letzte Mal im Malschwitzer Basaltwerk Baruth (Dubrauker Straße 20) Stein gebrochen. Danach nahm sich die Sächsische Baustoffunion (SBU) des Werks an. Heute bewahrt es die Hartsteinwerke Ostsachsen (HWO) zusammen mit einem Verein das Technische Denkmal. Geöffnet ist es von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr.
Aus der Ursprungszeit sind das ursprüngliche Gebäude, Maschinenpark und Werkzeugschmiede erhalten. Sie sind in gutem Zustand und könnten auch heute noch Basalt aus dem nahen Steinbruch verarbeiten. Spätere bauliche und technologische Veränderungen ergänzen die alte Technik.
Tag des offenen Denkmals am 14. September in Ostsachsen
Koordiniert wird das Angebot zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September 2025, von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Eine Übersicht gibt es auf deren Internet-Seite tag-des-offenen-denkmals.de auch über eine Suche, aber auch eine Kartenansicht. Im Bereich Hoyerswerda sind beispielsweise die Grundschule Laubusch und das Ackerbürgerhaus in Hoyerswerda.
Allerdings hängen sich auch andere Vereine oder Besitzer von Denkmale an den publikumswirksamen Tag dran. Sie tauchen dann nicht in der Liste auf. Dazu gehört beispielsweise die Alte Brauerei in Bad Muskau, aber auch das grenzübergreifende Archäologen-Projekt, das sich mit klimabedingten Auswirkungen auf Denkmale befasst und eine Führung an eine der einst wichtigsten Höhenburgen im Zittauer Gebirge einlädt.
„Görlitz - Stadt der Museen“ heißt eine Buchvorstellung am Sonntag in Görlitz. Diese findet um 11 Uhr im Johannes-Wüsten-Saal des Barockhauses Görlitz (Neißstraße. 30) statt. Erstmalig wird damit eine Publikation zur Vorstellung der attraktiven Museumslandschaft sowie zahlreicher Ateliers und Galerien in der Europastadt. Vorgestellt werden auf 164 gut bebilderten Seiten nicht nur die großen Museen – Schlesisches Museum, die fünf Häuser der Görlitzer Sammlungen und das Naturkundemuseum – sondern auch kleinere Museen und Galerien sowie das Kulturforum Synagoge. Aus dem polnischen Görlitz/Zgorzelec wird über das Lausitz Museum, das Messiaen-Zentrum, das Stellmacherhaus und das Städtische Kulturhaus, die frühere Ruhmeshalle, berichtet.



