Streik in Weißwasser: Verdi ruft zum Warnstreik im öffentlichen Dienst auf

Im März 2023 hat auch eine Kundgebung der Beschäftigten der Stadt Weißwasser und weiterer Kommunen auf dem Bahnhofsvorplatz stattgefunden.
Christian Köhler- Verdi ruft zum Warnstreik in Weißwasser auf, am 14. Februar 2025.
- Betroffen sind Städte Weißwasser, Niesky, Bautzen und Landratsamt.
- Forderung: 8% Lohnerhöhung, mindestens 350 Euro, 200 Euro für Auszubildende.
- Hintergrund: Erste Tarifverhandlung am 24. Januar 2025 ohne Arbeitgeberangebot.
- Öffentlicher Dienst von Bund und Kommunen fehlen 500.000 Stellen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zwei Demos in einer Woche, das dürfte auch in Weißwassers Geschichte Seltenheitscharakter haben. So ziehen am Mittwoch (12. Februar 2025) Schüler und deren Eltern aus dem Landau-Gymnasium und der Bruno-Bürgel-Oberschule durch die Stadt, zwei Tage am Freitag (14. Februar 2025) später ruft dann die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik in Weißwasser auf.
Hintergrund ist, dass die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen am 24. Januar 2025 in Potsdam nach den bisherigen Ankündigungen der Arbeitgeber wenig überraschend verlaufen sei. Es habe sogar Verständnis, aber kein Angebot der Arbeitgeber gegeben, obwohl viele Kommunen kaum noch handlungsfähig sind. Im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen fehlen rund 500.000 Stellen. „Es braucht jetzt schnell klare Lösungen, für die starke Überlastung und die finanzielle Situation der Beschäftigten“, heißt es vonseiten der Gewerkschaft.
Wen Verdi zum Warnstreik in Weißwasser aufruft
Verdi ruft deshalb zum Warnstreik in Ostsachsen auf. Dieser ist an die tarifgebundenen Beschäftigten der Städte Weißwasser, Niesky und Bautzen sowie des Landratsamtes (inklusive Regiebetriebe), die Stadtwerke Weißwasser sowie das Bundeswehrdienstleistungszentrum auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz gerichtet.
Geplant ist der Warnstreik ganztägig. Eine Streikkundgebung beginnt am 14. Februar um 8.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Weißwasser, so die Gewerkschaft.
Gefordert wird vom Bund und den Kommunen eine Erhöhung der Entgelte im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro, sowie die monatliche Erhöhung der Entgelte für Auszubildende, Studierende und Praktikanten um 200 Euro. Außerdem wird deren Übernahme nach Ausbildung und Studium gefordert.
Unklar, wie stark Einschränkungen in Kitas sind
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Dienstbetrieb in der Stadtverwaltung sichergestellt, teilte Rathaus-Sprecher Wulf Stibenz auf LR-Nachfrage mit. Die Eltern in den Kindereinrichtungen seien durch die Einrichtungen informiert, dass an diesem Tage ein eingeschränkter Notbetrieb sichergestellt wird. „Der Umfang der Einschränkungen ist gegenwärtig noch ungewiss, da seitens der einzelnen Beschäftigten keine Pflicht besteht, die Teilnahme am Warnstreik vorab rückzumelden“, so Stibenz.

