Streik im ÖPNV in Sachsen: Nun doch Streik im Nahverkehr

Blick auf den Fahrplan der Bus–Linie 256. Auf die Notfallfahrpläne muss man diesen Tagen genau schauen, wenn man den Bus nutzen möchte.
Regina WeißSah es am Donnerstag (25. April) noch so aus, als würde es zu keinem Streik beim ÖPNV kommen, sieht es am Freitag (26. April) wieder ganz anders aus. Wie die Pressestelle der Landkreisverwaltung mitteilt, hat die Gewerkschaft Verdi angekündigt, vom 27. April, 0 Uhr, bis voraussichtlich 30. April 2024, zum Dienstende, einen erneuten Streik im öffentlichen Personennahverkehr in Sachsen durchzuführen. Der Streik betrifft Nahverkehrsbetriebe des Arbeitgeberverbandes Nahverkehr (AVN) in allen Landkreisen. Damit auch zwischen Bad Muskau und Zittau.
Wie bei den zurückliegenden Streiktagen werden die Subunternehmer im Landreis Görlitz nicht bestreikt. Die Unternehmen erstellen daher wieder Notfahrpläne, welche zeitnah auf den jeweiligen Internetseiten im Detail einsehbar sind.
Omnibusverkehr Oberlausitz (oVo) unter https://www.ov-oberlausitz.de/
DB Regio Bus Ost GmbH – Niederlassung Zittau unter https://www.dbregiobus-ost.de/
Die erneuten Streiktage werden für die Betroffenen eine Herausforderung darstellen, da diesmal auch die Schulbuslinien betroffen sind. Dennoch kann im Norden rund 50 Prozent der Verkehrsleistung und im Süden etwa 40 Prozent der Verkehrsleistung, vornehmlich im Raum Löbau und Umgebung, abgedeckt werden.
Gewerkschaft fordert 22 Prozent mehr Lohn für Beschäftigte
„Der Landkreis Görlitz ist gemeinsam mit den Partnern bemüht, den Fahrplan auf diesen Linien aufrechtzuerhalten. Dennoch sind weitere Einschränkungen bei Anschlüssen und Umstiegen zu erwarten, sofern diese von DB Regio oder der oVo weiterhin bedient werden“, teilt die Kreisverwaltung mit. Neue Informationen werden regelmäßig auf der Internetseite des Landkreises Görlitz und unter folgendem Link aktualisiert: https://mobilitaet.landkreis.gr/.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten 22 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 13,7 Prozent und einen Inflationsausgleich geboten. Um die Lohnforderung durchzusetzen, hatte die Gewerkschaft mehrfach zu Warnstreiks ausgerufen.

