Spree bei Boxberg: Tzschelln und Spremberg – diese Sause steht kurz vor Ostern an

Alljährlich am zweiten Sonnabend im August treffen sich die ehemaligen Tzschellner an ihrer Erinnerungsstätte unweit der Spree. Einen ähnlichen Trubel soll es auch kurz vor Ostern 2025 geben. Da haben sich mehrere Dutzend Spremberger angekündigt.
Torsten Richter-Zippack- Gründonnerstag, 17. April: Jubiläum an der Spree.
- Traditionelle Kanutenfahrt seit 1921, 32 km Strecke.
- 50 Wassersportler paddeln von Spremberg nach Tzschelln.
- Dorf Tzschelln seit 50 Jahren verschwunden, Gedenkstätte bleibt.
- Heimatverein lädt ehemalige Bewohner ein, um Tradition zu feiern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Dorf Tzschelln gibt es seit mittlerweile fast 50 Jahren nicht mehr. Der Ort am grünen Strand der Spree musste Ende der 1970er-Jahre dem Tagebau Nochten weichen. Ein Großteil der Ortslage wurde überbaggert, die etwas außerhalb liegenden Fluren der Streusiedlung blieben hingegen erhalten.
Dort befindet sich seit der Jahrtausendwende eine Ortserinnerungsstätte. Ein stattlicher Findling mit dem Ortsnamen und den Lebensdaten des Dorfes, eine sorbische Linde, eine Infotafel, eine überdachte Sitzgelegenheit sowie mehrere alte und junge Obstbäume erinnern an Tzschelln.
Alljährlich am zweiten Sonnabend im August lädt der Tzschellner Heimatverein zum Picknick an diesen Ort ein. Darüber hinaus gibt es bereits im Frühjahr einen größeren Menschenauflauf an der Gedenkstätte.
Denn traditionell zu Ostern paddeln die Spremberger Kanuten die rund 32 Kilometer lange Strecke auf der Spree bis Boxberg sowie in die Tzschellner Fluren und wieder zurück. Dieser Brauch, so ist es in der Chronik festgehalten, geht auf das Jahr 1921 zurück. Das beweise ein entsprechender Eintrag im Logbuch der damaligen Gaststätte. Allerdings hatte es nicht in jedem Jahr eine solche Oster-Tzschelln-Fahrt, kurz Otefa, gegeben.
So viele Kanuten wollen nach Tzschelln paddeln
Anno 2025 findet das Spektakel nunmehr zum 100. Mal statt, sagt Christina Wolsch, Vorsitzende des Heimatvereins, auf Ankündigung der Kanuten. 50 Wassersportler wollen am Gründonnerstag, 17. April 2025, gegen 10 Uhr am Gedenkstein eintreffen. Dazu haben sie die ehemaligen Tzschellner eingeladen. So kann die Jubiläumssause steigen.
Die Spremberger haben die Tradition der Otefa auch nach Abbaggerung des namensgebenden Dorfes beibehalten. Dieses gehörte zu den schönsten seiner Art an der Spree überhaupt. Auch heute ermöglichen die übrig gebliebenen Fluren einen winzigen Eindruck vom einstigen Reiz des weltabgeschiedenen Heidedorfes an der Spree. Die Ortserinnerungsstätte ist über die Spreestraße erreichbar. Bei Veranstaltungen präsentiert sich die Zufahrt entsprechend ausgeschildert.

