Im vergangenen Winter hat es in Bad Muskau das große Zittern gegeben. Können wir das Adventsfest machen oder nicht? Diese Frage bewegte die Stadtverwaltung und ihre vielen Mitwirkenden. Der Glühwein war eingekauft, das Programm gestrickt. Doch dann zog der Bürgermeister Thomas Krahl (CDU) die Reißleine. Besser gesagt, er musste sie ziehen. Das zweite Mal in Folge war das kleine, feine Festchen Corona zum Opfer gefallen.
Damit die Gemeinschaft in der Parkstadt nicht ganz die Neiße herunterschwimmt, soll es nun ein Sommerfest geben. Vielleicht wird ja nach der Premiere sogar mehr daraus...
Beim Sommerfest vom 24. bis 26. Juni gibt es einen bunten Mix aus Sport und Kultur, gewürzt mit einer Prise Humor. Daran beteiligen sich Vereine der Stadt, die Feuerwehrkameraden sowie die Stadtverwaltung. „Verhungern und verdursten, wird auch keiner“, ist sich der Stadtchef sicher.

Grundschule aus Bad Muskau macht den Anfang

Los geht es am Freitag mit dem Schulsportfest der Grundschule Fürst Pückler. Ab 8.30 Uhr sind die Mädchen und Jungen vor Ort. Eltern wird übrigens die Möglichkeit angeboten, es ihren Sprösslingen nachzutun und das Sportabzeichen abzulegen.
Sportlich geht es auch am Abend weiter. Dann läuft das „Krampfader-Geschwader“ auf, wie Thomas Krahl die Alten-Fußball-Herren scherzhaft bezeichnet. Damit schließt er sich ein, denn auch er wird mit der Muskauer Truppe auflaufen. Sechs Mannschaften nehmen am vorgezogenen Punktspielrunde teil. Wer zugucken möchte, der sollte sich ab 18 Uhr am Parkstadion einfinden.
Mit Fußball wird auch in den Samstag gestartet. Um 10 Uhr ist der Nachwuchs an der Reihe. Ab 11 Uhr gibt es eine „Show-Rettung“ der Freiwilligen Feuerwehr Bad Muskau, die so ihre Möglichkeiten der technischen Hilfeleistungen demonstriert.
14 Uhr beginnt dann der abwechslungsreiche Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und Deftigem. Rund 40 Kuchen werden von fleißigen Hobbybäckerinnen und -bäckern gefertigt und warten auf Gäste mit Appetit.
Apropos Appetit. Leckere Köstlichkeiten vom Grill sollen der bestechlichen Jury des Elferrates kredenzt werden. Beim Sommerfest soll es eine weitere Auflage des Grillcontestes geben, der in Bad Muskau aus Vorzeiten an der Turmvilla einen Ruf zu verteidigen hat. „Jeder, der mitmachen will, kann seinen Grill ab 14 Uhr bei uns aufbauen und mitmachen“, wirbt Vizepräsident René Koinzer die Werbetrommel. Um gleich humorvoll fortzufahren, beim Grillen käme es auch auf die Optik an, ob er damit die Gerichte oder die Mannschaft hinterm Grill meint, lässt er bewusst offen. Gern lasse sich die Jury überraschen. Soll heißen, auch wenn es am Grill um die Wurst geht, ist mit nur Bratwurst keinen Blumentopf zu gewinnen. Für die Sieger gibt es übrigens Pokale.

Bad Muskauer Karnevalisten setzen auf andere Regeln

Mitglieder des Elferrates sind nicht nur in der Jury gefordert, sondern auch am Ball. Nach Abschluss der Fußball-Saison gibt es einen schweren Gegner für die 1. Mannschaft des SV Rot-Weiß Bad Muskau: Es sind Mitglieder und Freunde des Elferrates Bad Muskau. Andere Regeln, andere Spielweisen, vor allem aber Spaß und Gaudi werden nach dem Anpfiff ab 14 Uhr im Mittelpunkt stehen. Haben die Karnevalisten trainiert? „Wir haben uns einmal getroffen, um zu sehen, ob wir mit dem Rasen klarkommen“, formuliert es Manja Tschäpel mit einem Augenzwinkern. Um so mehr hoffen die Karnevalisten, dass der zwölfte Mann ordentlich Stimmung macht.

Bad Muskau

Außerdem gibt es ab 15 Uhr musikalische Darbietungen der Kinder der Musikschule Fröhlich sowie zwischendurch Tanzeinlagen der vier Funkengarden. Für die Kleinen ist natürlich auch was dabei – Hüpfburg, Kinderschminken, Ponyreiten. Der Samstag klingt ab 20 Uhr mit DJ Erik und Musik zum Tanzen in die Sommernacht aus.
Der Sonntag beginnt ab 10 Uhr mit dem Frühschoppen am Lindenhof. Für weitere musikalische Programmpunkte sorgen die Bad Muskauer Chöre und der Spielmannszug. Auch hier ist für das leibliche Wohl durch die Freizeitunion und den Elferrat gesorgt.
Bürgermeister Thomas Krahl hofft im Namen der Organisatoren, dass die Bad Muskauer und natürlich auch Gäste von außerhalb das Angebot annehmen. Man muss nur aufstehen und losgehen. „Der Eintritt ist frei“, so Krahl.