SKZ in Weißwasser
: Spenden-Sammlung soll Hafenstube im Telux retten

Für das SKZ mit der Hafenstube in Weißwasser hat die Fraktion ProWSW im Internet einen Spendenaufruf gestartet. Der Stadt fehlen 44.000 Euro.
Von
Jürgen Scholz
Weißwasser
Jetzt in der App anhören
Die Hafenstube im Soziokulturellen Zentrum Telux in Weißwasser.

Die Hafenstube im Soziokulturellen Zentrum Telux in Weißwasser.

Die Hafenstube im Soziokulturellen Zentrum Telux in Weißwasser. Eine Spenden-Sammlung soll sie nun retten.

Christian Köhler
  • Weißwasser startet Spendenaktion für Kulturzentrum, benötigt 44.000 Euro.
  • Stadtbeitrag sichert 100.000 Euro Kulturförderung, finanziellen Problemen droht.
  • Spendenaufruf via Internet, bereits 2.000 Euro eingegangen.
  • Entscheidung über Stadtbeitrag am 30. Mai, ohne Beitrag keine Förderung.
  • Frühere Spendenaktion für Eishockey brachte über 100.000 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Spendenaktion soll die Existenz des Soziokulturellen Zentrums in Weißwasser sichern. Damit sollen 44.000 Euro zusammenkommen. Sie sind der sogenannte Sitzgemeindeanteil für die Gegenfinanzierung von rund 100.000 Euro aus der Kulturraumförderung.

Momentan steht dieser eigene Beitrag der Stadt Weißwasser wegen finanzieller Problemen auf der Kippe – und das könnte für den Trägerverein existenzbedrohend sein.

In mehreren Gesprächen mit der Wählervereinigung ProWSW sei über das Problem diskutiert worden, bestätigt Christian Klämbt auf Anfrage das gemeinsame Vorgehen über eine Internetplattform. Klämbt ist Vorsitzender des Vereins für mobile Jugendarbeit und Soziokultur, der hinter dem SKZ im Telux steht. Über ein Video auf sozialen Medien sollen die Hintergründe beleuchtet werden.

SKZ-Verein: Spenden könnten wichtiger Baustein sein

Auch wenn nicht die komplette Summe erreicht würde, könne das Spendenergebnis ein wichtiger Baustein für eine Lösung sein, so Klämbt. Komme mehr Geld zusammen, würde der Rest im Folgejahr für den Sitzgemeindeanteil benutzt.

Auch deshalb sei das Spendenkonto das Konto der Stadtverwaltung, für das aber ein bestimmter Verwendungszweck benutzt werden muss. Vorrangig kann die Spendeninitiative auf der Plattform gofundme.com unterstützt werden. Dort waren nach knapp 14 Stunden am Vormittag des 20. Mai 2025 bereits mehr als 2000 Euro eingegangen.

Der Stadtrat hatte im April die Entscheidung über den Sitzgemeindeanteil vertagt. Am 30. Mai soll die endgültige Entscheidung getroffen werden, bei denen bislang vor allem eine Zustimmung der Fraktionen AfD und Gemeinsame Fraktion fraglich war. Auch ProWSW hatte einer Vertagung zugestimmt.

Ohne den Sitzgemeindeanteil wäre die gesamte Kulturraumförderung in Gefahr und droht das gesamte Finanzierungsgebilde des SKZ einzustürzen. Das hat vorerst Verträge für den Weihnachtsmarkt auf Eis gelegt, aber auch die Vorbereitungen für die Saison im Jahnbad eingefroren.

Parallel laufen noch Gespräche mit der Stadtverwaltung, welche anderen Lösungen es geben könnte, so Klämbt. Die Spendensammlung sei also ein Baustein, Spenden müssten aber genau deshalb an das Konto der Stadt gehen beziehungsweise über die spezielle Internetspendensammlung.

Initiator ist ProWSW-Stadtrat Patrick Vesper, Mitorganisatoren sind Andreas Greiner und Milko Kara.

Finanzkrise in Weißwasser: Schon Anfang 2025 halfen Spenden beim Eishockey

  • Bereits Anfang des Jahres hatten die Eishockeysportler zu einer Spendensammlung aufgerufen, mit der ihr Eigenanteil für eine neue flexible Bande in der Eisarena finanziert werden sollte. Am Ende kamen mehr als 100.000 Euro zusammen. Ein Teil soll für die sportliche Arbeit bei den in die erste Liga aufgestiegenen Nachwuchs-Sportlern verwendet werden.
  • Die Stadt selbst muss mehr als 500.000 Euro für die neue Bande und eine neue Lichtanlage investieren, damit Weißwasser ein linzenzfähiges Stadion für die zweite deutsche Eishockey-Liga (DEL2) hat.