Ein Geräusch wird im Bereich der Grenzregion derzeit zur Gewohnheit. Gegen 22.30 Uhr, mal kurz vor 23 Uhr sind Hubschraubergeräusche zu hören. Zu sehen ist kaum was am dunklen Himmel. In Bad Muskau machen sich deshalb schon einige Bewohner Gedanken, kursieren Gerüchte über die Überwachung aus der Luft und ob denn das alles so seine Ordnung habe.

Hubschrauber sind effiziente Einsatzmittel an der deutsch-polnischen Grenze

Die Rundschau hat deshalb bei der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf nachgefragt, denn in deren Auftrag fliegt der Hubschrauber. Pressesprecher Michael Engler weißt darauf hin, dass die Dienststelle kurz vor den Toren von Görlitz für die polizeiliche Überwachung der Grenze zur Republik Polen auf rund 100 Kilometer entlang der Neiße und für die Gefahrenabwehr auf dem Gebiet der Bahnanlagen auf einer Strecke von circa 150 Kilometern zuständig ist.

„Geht es nun darum, entsprechende Maßnahmen zur Überwachung dieses Einsatzraumes, zu dem auch das vorhandene Straßennetz zählt, umzusetzen, ist der Polizeihubschrauber ein sehr effizientes Einsatzmittel. Gerade auch in der Dunkelheit lassen sich diese Überwachungsmaßnahmen mit dem Hubschrauber und seiner vorhandenen Wärmebildtechnik gut durchführen“.

Hubschrauber-Einsatz minimiert das Infektionsrisiko bei den Bundespolizisten

Hinzu komme, dass das Infektionsrisiko in Sachen Coronavirus für die eigenen Mitarbeiter minimiert werde. Deshalb werden derzeit nur so viele mobile Streifen eingesetzt, wie es die aktuelle Beurteilung der Lage notwendig mache.

„Um dennoch ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, kommt dem Polizeihubschrauber nochmals eine besondere Bedeutung zu“, so Engler weiter. Die Feststellung von vier mutmaßlichen Drogenschmugglern in der Nacht vom 8. zum 9. April in der Ortslage Ludwigsdorf unterstreiche die richtige Wahl der Einsatztaktik. Die Inspektion bittet in dem Zusammenhang um Verständnis, wenn es durch die eingesetzten Maschinen gelegentlich zu einer Beeinträchtigung durch den Fluglärm komme.