Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz präsentiert ab dem 9. Oktober die Wanderausstellung „Abenteuer Neiße – Leben am Fluss“. Nachdem die Ausstellung bereits einmal für einen kurzen Zeitraum im vergangenen Jahr zu sehen war, ist sie nun bis zum 6. März 2022 zu erleben. Neu dabei: der erweiterte Neißeflug durch zwei Jahrtausende in 3D!
Die Schau thematisiert die biologische Vielfalt in und an der Neiße – mit einem Blick auf Raum und Zeit. Sie charakterisiert den Fluss in seinen unterschiedlichen Funktionen und Bedeutungen: als Landschaftsformer und Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Auch die einmaligen Ausstellungsobjekte, wie die schlüpfende Eintagsfliege der preisgekrönten Modellbauerin Julia Stoess, machen die Ausstellung zu einem einmaligen Erlebnis. Das teilt Laila Ries, von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz mit.

Was in und an der Neiße lebt und sich ausbreitet

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Lausitzer Neiße, die zahlreichen seltenen Tieren und Pflanzen eine Heimat bietet. So sind Eintagsfliegen, der Baumeister Biber und die bedrohte Schwarzpappel an der Neiße heimisch und werden in der Ausstellung näher vorgestellt. Gemeinsam mit dem Menschen siedeln „Neubürger“ wie Wanderfalke und Zimbelkraut, die die Felsenlandschaften der Städte zu ihrem Lebensraum erkoren haben, an den Ufern der Neiße. Aber auch unerwünschte Siedler wie Staudenknöteriche stellen das Flussökosystem vor große Herausforderungen.
An verschiedenen Beispielen erfahren die Besucherinnen und Besucher wie stark der Einfluss des Menschen auf den Lebensraum Fluss ist, denn Land- und Forstwirtschaft sowie Städtebau haben die Flussaue nachhaltig verändert.

Virtueller Flug über den Fluss und durch seine Veränderung

Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung ist ein virtueller 3D-Flug über die Neiße. Per Animation reisen Zuschauer zurück in die Vergangenheit und beobachten aus der Vogelperspektive kulturhistorische und landschaftliche Veränderungen der letzten zwei Jahrtausende. Die Animation entstand im Rahmen des Projekts museum4punkt0 in Zusammenarbeit mit den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur und der Kölner Entwicklerfirma .hapto.
Das Museum ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr geöffnet.