Schule in Schleife: Porno-Eklat an Oberschule - Verband zeigt Bedauern

Nach dem Abbruch einer Projektwoche an einer Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz ermittelt die Polizei, ob im Klassenzimmer strafbare pornografische Inhalte gezeigt wurden. (Symbolbild)
Arne Dedert/dpa- Theaterprojekt in Schleife abgebrochen – Polizei prüft pornografische Inhalte im Klassenraum.
- Neuntklässlern lag versehentlich ein Magazin mit sexuellen Darstellungen bei Bastelmaterialien bei.
- Die Verantwortlichen nahmen das Magazin sofort weg und ordneten den Vorfall ein.
- SJD „Die Falken“ bedauern den Fund und entzogen den Teamenden die Verantwortlichkeiten.
- Eltern stellten Strafanzeigen, Förderung durch Amadeu Antonio Stiftung wurde beendet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Porno-Eklat während eines Theaterprojekts an der Oberschule in Schleife in der sächsischen Lausitz haben die Organisatoren ihr Bedauern ausgedrückt. Beim Erstellen einer Collage zum Thema Mut seien den Schülerinnen und Schülern einer neunten Klasse gespendete Bastelmaterialien wie Hefte und Zeitschriften zur Verfügung gestellt worden, sagte Micki Börchers, Bundesvorsitzende der Jugendorganisation „Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken“, der Nachrichtenagentur dpa.
„Darunter war versehentlich ein Magazin, welches Bilder von sexuellen Darstellungen und nackten Personen beinhaltete“, erklärte Börchers. Nachdem einige Schüler dies entdeckt hatten, hätten die beiden Verantwortlichen das Magazin sofort an sich genommen und die Geschehnisse eingeordnet, hieß es.
Eltern hatten Strafanzeige gestellt
Zuvor hatte die „Bild“ über den Verband als Organisator des Theaterprojekts berichtet. Das Projekt fand den Angaben zufolge unter der Trägerschaft des SJD Landesverbandes Berlin statt.
Der Vorfall werde nun aufgearbeitet, hieß es. „Wir bedauern, dass dieses Magazin Teil von den zur Verfügung gestellten Materialien war und dies zu Unwohlsein bei den Jugendlichen geführt haben kann“, betonte Börchers. Das entspreche nicht den Standards des Verbandes. „Die Teamer*innen des Schulworkshops haben aktuell keinerlei Verantwortlichkeiten mehr.“
Zu Beginn der Woche war der Fall, der sich bereits im März ereignet hat, bekanntgeworden. Mehrere Eltern hatten nach dem Vorfall Strafanzeige gestellt. Die Schulleitung brach das Projekt nach Behördenangaben noch am selben Tag ab und kündigte den Dienstleistungsvertrag mit den Projektverantwortlichen. Auch die Amadeu Antonio Stiftung, die sich für Minderheiten und Menschenrechte einsetzt, hat die Förderung für das Theaterprojekt mittlerweile eingestellt.
Parallel dazu ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verbreitens pornografischer Inhalte an Minderjährige gegen zwei weibliche Tatverdächtige im Erwachsenenalter.
