5 Uhr ist eine Zeit, wo man sich gern noch mal im Bett umdreht. Deswegen ist es nicht verwunderlich, wenn in vielen Häusern noch die Lichter aus sind. Doch am Donnerstag, 19. Januar, hat ganz Muskau im Dunklen gelegen. „Rund 2000 Kunden waren in der Region von einem Stromausfall bis 6.30 Uhr betroffen“, so Evelyn Zaruba von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH.
Der Stromausfall zog sich an der Neiße von Jerischke (Spree-Neiße) über Köbeln bis in die Parkstadt. Im Laufe des Vormittags haben Monteure vor Ort die Leitung repariert. Ursache war ein Seilriss einer Mittelspannungsfreileitung durch Bäume, die in die Leitung gefallen sind.

Feuerwehren in Bad Muskau werden aus dem Bett geklingelt

Auch anderswo sind Bäume unter der Schneelast in die Knie gegangen. Wie Bad Muskaus Stadtwehrleiter Sebastian Krahl auf Nachfrage berichtet, wurde die Ortswehr in Köbeln um 5.46 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Eine Birke an der ehemaligen Papierfabrik hielt den Schneemassen nicht stand. Die Kameraden aus Köbeln beseitigten den Baum mittels Motorkettensäge und fuhren danach wieder ins Gerätehaus. Vier Minuten später heulten erneut die Sirenen. Diesmal für die Stadtfeuerwehr. Hier ging es von Eiland in Richtung Jämlitz. Dort versperrte eine Robinie den morgigen Berufsverkehr auf der Bundesstraße B 115, so Krahl.
Die Bergung dieses Baumes in Bad Muskau-Köbeln hatte es in sich.
Die Bergung dieses Baumes in Bad Muskau-Köbeln hatte es in sich.
© Foto: Sebastian Krahl
Die Beräumung beider Bäume war ein „Klacks“ im Vergleich zu dem Exemplar, das bereits am Dienstag an der Forster Straße in Bad Muskau-Köbeln drohte umzukippen. Der Baum war komplett entwurzelt und kam in einer Nachbar-Baumkrone zum Stehen kam. Nur mithilfe der Kameraden aus Weißwasser und der Drehleiter konnte der Baum schließlich komplett abgetragen werden. Dabei belief sich der Einsatz auf rund sechs Stunden.