Nach starken Schneefällen ist der Verkehr auf der Autobahn 4 am Montag zum Erliegen gekommen. Für das Chaos in Richtung Dresden war nicht nur das Wetter verantwortlich, meldet die Polizeidirektion Görlitz am Dienstag.
Immer wieder waren liegengebliebene Lkw am Burkauer Berg Ausgangspunkt für Behinderungen. Das hatte Rückstaus in Richtung der polnischen Grenze zur Folge. Während der Verkehr am Vormittag zwischenzeitlich bis Bautzen still stand, war die A 4 am Nachmittag sogar bis hinter die Anschlussstelle Nieder Seifersdorf, später bis Kodersdorf dicht. Der Tunnel Königshainer Berge musste in der Nacht zu Dienstag vorübergehend gesperrt werden.

Polizei und Helfer im Dauereinsatz

Kräfte des Technischen Hilfswerks, der Autobahnmeistereien und der Polizei waren im Dauereinsatz. Mehrere Anschlussstellen mussten vorübergehend gesperrt werden, damit Winterdienste zu den verschneiten Abschnitten durchkamen. Immer wieder mussten die Bediensteten Kraftfahrer wecken, wenn wieder ein Stück Autobahn freigeräumt war. „Einige von ihnen saßen schon fast 24 Stunden in ihrem Gefährt fest“, so Polizeisprecher Sebastian Ulbrich.
Dass es nicht voran ging, lag mitunter auch an der Beschaffenheit der Lkw selbst. Einige von ihnen waren noch mit Sommerreifen unterwegs. Andere fuhren unbeladen in Richtung Westen und brachten so nicht genügend Gewicht auf die Straße.
In beiden Fällen waren durchdrehende Reifen vorprogrammiert. Auch das Verhalten sorgte für Behinderungen. Blockierte Rettungsgassen erschwerten das Durchkommen von Räumfahrzeugen und Abschleppdiensten.
Übrigens erwischte es die Helfer vom Technischen Hilfswerks dann noch selbst. Ein Lkw samt Anhänger geriet Dienstag ins Schleudern und kam von der Fahrbahn ab.
Die Polizei rät dazu, nur solche Fahrten anzutreten, die unabwendbar seien. Zudem sollte man sich auf die schwierigen Straßenverhältnisse vorbereiten. Dazu gehöre auch, genug Zeit einzuplanen.