Die Bundespolizei hat in Ostsachsen nahe der polnischen Grenze eine größere Gruppe eingeschleuste Iraker aufgegriffen.
Es handele sich um 21 Frauen, Männer und Kinder, teilt die Polizei am Samstag mit. Die Menschen seien am Freitag zu Fuß bei Weißkeißel im Landkreis Görlitz unterwegs gewesen.

Geschleuste Iraker: Zeugen verständigen Polizei

Zeugen hatten zwischen 15 und 16 Uhr sowohl der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf als auch der sächsischen Landespolizei mitgeteilt, dass eine größere Personengruppe im Ortsteil Kaupen aus einem Waldstück auf die Bundesstraße 115 gelaufen war, eine weitere Personengruppe sich in der Nähe eines örtlichen Autohauses aufhielt.
Mehrere Streifen stellten wenig später zunächst 16 Frauen, Kinder und Männer in der Nähe des Ortseingangsschildes von Weißkeißel fest, so die Polizei weiter. Einige der Personen konnten sich mit irakischen Dokumenten ausweisen.
Mit der Unterstützung weiterer Einsatzkräfte der Polizei sind schließlich noch eine weitere Frau, zwei weitere Kinder sowie zwei weitere Männer im Umkreis der ersten Gruppe angetroffen worden.

Vetschau

Letzte Etappe an der Grenze von Polen nach Deutschland mit Lkw absolviert

Die unerlaubt ins Bundesgebiet Eingereisten wurden laut Polizei zur Dienststelle nach Ludwigsdorf mitgenommen, dort versorgt, erkennungsdienstlich behandelt, aber auch vernommen. Während den Vernehmungen teilten die Aufgegriffenen mit, dass sie die letzte Etappe, also die unmittelbare Grenzpassage von Polen nach Deutschland, mit einem Lkw absolvierten.
Möglicherweise handelt es sich bei diesem Fahrzeug um einen Kleintransporter beziehungsweise kleinen Lastwagen mit 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, mit weißer Fahrerkabine und mit dunkler Plane, so die Polizei weiter.

Großräschen

Alle Frauen, Kinder und Männer wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben beziehungsweise werden im Laufe des Tages von einer Erstaufnahmeeinrichtung übernommen.

Polizei sucht nach den noch unbekannten Schleusern

Die Ermittler suchen in diesem Zusammenhang nach weiteren Hinweisen, die bei den Ermittlungen gegen die bislang noch unbekannten Schleuser hilfreich sind. Einwohner aus der Umgebung von Weißkeißel werden gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf unter Telefon 03581 36260 in Verbindung zu setzen, sofern sie am Freitag, 6. August 2021, weitere Beobachtungen zum Geschehen gemacht haben.