Mann in der Neiße vermisst
: Hubschrauber und Suchhunde im Einsatz

Auf der Neiße bei Görlitz hat sich am Sonnabendnachmittag ein Bootsunfall ereignet. Dabei war ein 34-jähriger Mann, der mit seiner Partnerin in einem Schlauchboot gesessen hatte verschwunden. Bis zum Abend fehlte jede Spur.
Von
Jan Siegel
Görlitz
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Offenbar wurde dem Schlauchbootfahrer eine Stromschnelle in der Neiße zum Verhängnis.

Matthias Wehnert

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst mussten am Sonnabend kurz nach Mittag zu einem Einsatz an die Neiße nach Deutsch Ossig, in der Nähe von Görlitz ausrücken.

Dort war ein Schlauchboot gekentert. Eine Frau (32) hatte nach Angaben der Polizei um Hilfe gerufen.

Sie hatte mit einem Mann (34) in dem Boot gesessen und war nach etwa 300 Metern wieder aufgetaucht und von Zeugen auf polnischer Seite aus dem Wasser gezogen worden. Rettungskräfte nahmen die 32-jährige Leichtverletzte im Nachbarland in ihre Obhut.

Der 34-jährige Mann blieb vermisst.

Ein Spezialhund soll die Suche unterstützen

Die Wasserschutzpolizei, mehrere umliegende Feuerwehren, Beamte des Görlitzer Polizeireviers und ein Rettungs- sowie ein Polizeihubschrauber waren am Sonnabendnachmittag im Einsatz. Sie suchten aus der Luft, vom Ufer aus und auf dem Wasser.

Das Schlauchboot klemmte in dem Wehr fest und konnte von Kameraden der Feuerwehr mit Hilfe eines Wasserstrahls auf die polnische Seite befördert und dort geborgen werden.

Die Feuerwehr besetzt inzwischen die Wehre in Weinhübel, der Obermühle und auch der Altstadtbrücke. Der 34 Jahre alte vermisste Mann blieb trotz umfangreicher Suchmaßnahmen bis zum Abend spurlos verschwunden.

Am Abend wurden die Suchmaßnahmen mit Hilfe eines Mantrailers sowie einer Rettungshundestaffel weitergeführt. Ein Mantrailer ist ein spezieller Spürhund, der Witterung über sehr große Entfernungen aufnehmen kann.