Angesicht der zu erwartenden Flüchtlinge aus dem Kriegsgebieten der Ukraine bereitet sich die Stadt Weißwasser samt Landkreis Görlitz auf deren Aufnahme vor. „Wir sind in enger Abstimmung mit dem Landkreis und sind an dessen Hilfsnetzwerk angedockt“, erklärt Rathaus-Sprecher Wulf Stibenz auf Nachfrage. Aus Sicht der Stadt mache es keinen Sinn, eine Parallelstruktur aufzubauen, sondern die Hilfe kreisweit zu koordinieren.
„Dazu haben wir bereits Kontakt mit den Schulen aufgenommen“ so Stibenz weiter. Diese sind vor wenigen Tagen vom Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) informiert worden, dass die ukrainischen Familien und ihre Kinder auch eine Betreuung benötigen. Dabei gehe es zunächst nicht so sehr um die Integration in den Schulalltag, sondern „um eine Betreuung, damit sich die Mütter um sich und ihre Zukunft kümmern können“, so Stibenz weiter.
Die Väter nämlich, wenn sie zwischen 18 und 60 Jahren sind, dürfen die Ukraine nicht verlassen. In der Mehrzahl flüchten deshalb Frauen und Kinder aus dem Land.

Wohnungsbaugesellschaft bietet Wohnungen für Ukraine-Flüchltinge an

Mit im Boot bei den Angeboten für Geflüchtete ist die WBG - Wohnungsbaugesellschaft mbH Weißwasser. „Wir erhalten viele Anfragen nach Unterbringungsmöglichkeiten“, erzählt Geschäftsführerin Petra Sczesny. Auch die WBG habe Angebote über die Plattform des Landkreises eingestellt. „Wir werden auf jeden Fall Wohnungen zur Verfügung stellen, wenn es geht auch möblierte“, sagt sie weiter.
Allerdings sehe es auch sie so, dass die Koordination über den Kreis die beste Lösung ist. „Der Kreis hat bereits Erfahrungen in den vergangenen Jahren gesammelt und es ist sinnvoll, auf die Expertise zu vertrauen“, so Petra Sczesny.

Görlitz

Aus dem Rathaus heißt es, dass zudem mehrere Weißwasseraner Wohnraum für mögliche Ankömmlinge ebenfalls zur Verfügung gestellt haben. Die Stadt aber bittet diejenigen, die Platz haben, dies dem Kreis zu melden. „Ich bitte Sie, helfen Sie mit“, sagt Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext), „tragen Sie Ihren Teil dazu bei, das Leid von Familien zu mindern, jeder wie er kann.“