Für viele gilt der Friedhof Weißkeißel als Vorzeigekandidat, wenn es um die Gestaltung einer solchen Anlage geht. Fördermittel aus der Ländlichen Entwicklung konnte die Gemeinde dafür im Jahr 2013 nutzen. Einen ähnlichen Weg wollte die Gemeinde auch mit der Ruhestätte im Ortsbereich Haide einschlagen. Doch die Idee ging leider nicht auf, wie Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos) in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause noch einmal betont hat. Die Kommune hatte bei Gesamtkosten von 110 000 Euro auf einen Zuschuss von 80 000 Euro gehofft. Doch Friedhöfe werden grundsätzlich nicht mehr gefördert. Deshalb gibt es nun eine abgespeckte Variante.

Haider Friedhofszaun ist marode

Das heißt aber auch, dass die Sanierung des Friedhofes komplett aus eigenen Haushaltsmitteln gestemmt wird. Dafür hat der Gemeinderat einstimmig den Weg frei gemacht. Damit ist auch klar, dass die Kommunalpauschale, die Weißkeißel wie die anderen Orte im Land bekommt, für dieses Projekt Verwendung findet.
Was ist nun geplant? Dringend braucht es einen neuen Zaun. „Der vorhandene ist so marode, wenn sich dort einer dagegen lehnt, dann liegt er im Wald“, findet Andreas Lysk klare Wort. Zudem werde der Bereich vor der Trauerhalle und der Hauptweg erneuert. Ein neues Gräberfeld um einen großen Baum werde ebenfalls gestaltet. Die Stellfläche für Pkw und die Zuwegung dazu müssen erst mal nach hinten geschoben werden.

Mit Bürgern in Haide besprochen

Lysk erklärte, dass das Vorhaben mit den Bewohnern von Haide vor Ort besprochen worden sei. „Es wurde überwiegend positiv aufgenommen“, so der Bürgermeister.
Die Pläne wird die Firma Garten Eden aus Halbendorf umsetzen. Auch das haben die Räte einstimmig beschlossen. An der Ausschreibung hatten sich fünf Unternehmen beteiligt. Insgesamt kosten der Planung und Bauarbeit die Gemeinde nun rund 96 000 Euro.
Weitere Nachrichten und Artikel aus Weißwasser und Umgebung finden Sie hier.