Aus gegebenem Anlass weist die Polizei darauf hin, dass Unbekannte im Revierbereich Weißwasser wieder Flyer von vermutlich falschen Handwerksfirmen verteilt haben. Die Firmen warben für Serviceleistungen in den Bereichen Dach-, Fassaden und Steinreinigung, teilt die Polizeidirektion mit.
Im aktuellen Fall haben Mitarbeiter einer solchen Reinigungsfirma Kontakt zu einer Frau aus Nochten aufgenommen. Sie ließ sich zwar auf einen Vertrag ein, hatte jedoch Zweifel und verständigte die Polizei. Die Beamten erfassten die Personalien der drei Arbeiter im Alter von 22, 32 und 56 Jahren. Sie erstatteten Anzeige gegen den Tunesier und die beiden älteren Deutschen wegen des Verdachts des Betrugs. Ein Schaden entstand in diesem Fall nicht.
Ähnliche Sachverhalte ereigneten sich auch im Herbst 2018 sowie im Mai 2019. Die Polizei möchte die Bevölkerung sensibilisieren und warnt davor, sich auf derartige Handwerkerleistungen einzulassen, so Pressesprecherin Anja Leuschner. Die vermeintlichen Schnäppchen hätten sich in der Vergangenheit jedoch nicht als solche herausgestellt. Die Mitarbeiter solcher reisender Handwerksfirmen forderten oftmals Vorkasse. Die Qualität der geleisteten Arbeit entsprach aber in vielen Fällen nicht dem zuvor gezahlten Preis. Im Gegenteil, anschließend war sogar die Beauftragung einer weiteren Firma erforderlich, um die Arbeiten fertigzustellen oder nachzubessern. Die betreffenden Unternehmen waren nicht im Gewerbeamt gemeldet und leisteten ihre Dienste daher ohne die erforderliche Erlaubnis.
Die Polizei rät deshalb, sich eine Reisegewerbekarte zeigen zu lassen oder den Eintrag in die Handwerksrolle. Auch ein Anruf beim zuständigen Gewerbeamt sei eine Möglichkeit, um herauszufinden, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt.