Eine 52-jährige Frau aus dem Zittauer Oberland hat in den vergangenen Wochen mehrere Zehntausend Euro in ihre Geldanlage investiert. Wie sich nun herausstellte, ist sie einem Betrug zum Opfer gefallen, wie die Polizei berichtet. Die Frau habe sich im Vorfeld informiert, wie sie ihr Vermögen anlegen könne und sei im Internet auf der Videoplattform YouTube auf die Firma „Juicy Holdings“ aufmerksam geworden. Sie trat mehreren Gruppen im Messengerdienst Telegram bei, um sich weiter zu informieren und mit anderen Interessierten auszutauschen. Mit einer Investition in Cannabispflanzen solle man bereits nach 109 Tagen ein Plus zwischen 34 und 45 Prozent auf seinen Einsatz erhalten können, verspricht die Firma.

Mehrere 10.000 Euro überwiesen

In den Wochen danach überwies die Frau insgesamt 24.000 Euro auf ein Konto in Zypern. Außerdem investierte sie rund 17.000 Euro in die Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum und schrieb auch diese der Firma „Juicyfield“ gut. „Anfang Juli aber erhielt die Geschädigte einen Newsletter der Firma, in dem von einem Streik in der Belegschaft die Rede war“, berichtet Polizeisprecher Sebastian Ulbrich. Das Unternehmen sei für 48 Stunden nicht erreichbar − ein Zustand, an dem sich bis heute nichts geändert hat, wie die Polizei nun weiß.
Enkeltrick, falsche Polizisten, Schockanrufe Das sind die neuesten Tricks der Betrüger

Cottbus

Andere Nutzer teilten in den Telegramm-Gruppen mit, dass ihre Konten bei der Gesellschaft gesperrt worden seien. Die Frau realisierte, dass sie womöglich Opfer eines Betrugs geworden war – und wandte sich an die Polizei. Das Kommissariat für Betrug der Kriminalpolizei in Görlitz übernahm die Ermittlungen. Ob die Frau ihr Geld jemals wieder sehen wird, ist unklar.