Die Wölfe in Ostsachsen haben wieder Nachwuchs. Darüber informiert das Umweltministerium in Dresden.
Videoaufnahmen zeigen sieben Welpen aus dem Rudel „Knappenrode/Seenland“. Aus dem Territorium des Rudels „Authausener Wald“ gibt es Fotos von drei Welpen. Von fünf weiteren Rudeln liegen Aufnahmen von Fähen mit Gesäuge vor. Diese bestätigen, dass es auch dort Nachwuchs gibt.
Dazu gehören die Rudel „Dauban“, „Hohwald“, „Königshainer Berge“, „Neustadt/Spremberg“ und „Nochten“. Auch im Raum Daubitz/Weißkeißel gelang mittels Videoaufnahmen der Nachweis einer erfolgreichen Welpenaufzucht.

Wolfsmonitoring geht bis ins neue Jahr

Der Schwerpunkt des Wolfsmonitorings liegt in den Sommermonaten auf dem Nachweis von Welpen. Dabei wird darauf geachtet, die Tiere nicht zu stören. Daher werden vor allem automatische Wildkameras eingesetzt. Diese können Nachweise erbringen, ohne dass die Rückzugsräume der Wölfe in dieser sensiblen Zeit aufgesucht werden müssen.
Mit der Geburt der Welpen startet am 1. Mai dieses Jahres das neue Monitoringjahr, das am 30. April des darauffolgenden Jahres endet. Die komplexe Datenauswertung benötigt Zeit. Deshalb liegen in der Regel erst im September die endgültigen Daten für das jeweils abgelaufene Monitoringjahr vor.
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Schleife

Für das am 30. April abgeschlossene Monitoringjahr 2019/20 gibt die Fachstelle Wolf als Zwischenergebnis bekannt, dass im Jahresverlauf 2019 bereits 24 Rudel in Sachsen bestätigt werden konnten. Zum Abschluss des Monitoringjahres 2018/19 waren es 22 Rudel in Sachsen. Damit hat sich die Anzahl der Wolfsrudel im Freisstaat Sachsen erhöht, so das Ministerium.

Nachwuchs der Lausitzer Wölfe kommt Ende April zur Welt

Wolfswelpen kommen meist zwischen Ende April und Anfang Mai in einer Wurfhöhle zur Welt. Im Alter von drei Wochen beginnen sie, die Höhle zu verlassen und ihre Umgebung zu erkunden. Im Laufe des Sommers dienen den Welpen verschiedene Höhlen als Rückzugsraum. Mit zunehmendem Alter verlieren diese an Bedeutung, weil dann die Rendezvous-Plätze im Mittelpunkt stehen. Dabei handelt es sich um geschützt liegende Orte im Wolfsterritorium, die der Wolfsfamilie als Treffpunkt dienen.
Von dort aus können die Welpen die Gegend in immer größer werdenden Ausflügen erkunden. Neben den Eltern fungieren auch ältere Geschwister, die noch nicht abgewandert sind, als Babysitter für die jungen Welpen.