Muskauer Park
: Was die Winterbühne 2026 an Programm bietet

Im Muskauer Park verschmelzen bei der Winterbühne 2026 Musik, Theater und Kunst zu einem besonderen Erlebnis. Das wird geboten.
Von
Regina Weiß
Bad Muskau
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Das Neue Schloss im Muskauer Park umgeben von Schnee. So schön kann der Winter im Fürst-Pückler-Park sein. Nun hält dort wieder Kultur mit der Winterbühne Einzug.

Das Neue Schloss im Muskauer Park umgeben von Schnee. So schön kann der Winter im Fürst-Pückler-Park sein. Nun hält dort wieder Kultur mit der Winterbühne Einzug.

Regina Weiß
  • Die Winterbühne 2026 im Muskauer Park bietet Musik, Theater und Kunst als kulturelles Highlight.
  • Veranstaltungen finden meist im Neuen Schloss statt, mit einem neuen Prolog am 31. Januar 2026.
  • Thematischer Fokus: Goldene Zwanziger Jahre, u. a. mit Musik, Tanz und künstlerischen Darbietungen.
  • Höhepunkte sind Konzerte, Puppentheater, gehäkelte Kunstinstallationen und die Serkowitzer Volksoper.
  • Tickets über reservix.de, Bad Muskau-Touristik oder eine Stunde vor Vorstellungsbeginn erhältlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Neue Schloss im Muskauer Park ist von Eis umgeben. Der Himmel zeigt sich strahlend blau. Nicht eine Wolke ist am Himmel zu sehen. Das ist ein Winterwetter, das den Parkspaziergängern gefällt. Da werden auf dem Schlossteich oder dem Eichsee sogar die Schlittschuhe ausgepackt. Auch wenn es um die Nase fröstelt, zieht es viele Leute in die weiträumige Parkanlage.

Kein Wunder, dass Isolde Matkey gern mal Eisfestspiele im Muskauer Park organisieren möchte. „Das wäre schon ein großer Traum von mir“, sagt die Kulturmanagerin aus Dresden. Doch da man das Winterwetter in der Oberlausitz schwer vorhersagen kann, geht man auch 2026 lieber auf Nummer sicher.

Die Winterbühne wird bis auf eine Ausnahme in den Räumen der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau stattfinden. Es ist bereits die neunte Zusammenarbeit, die Isolde Matkey und freie Künstler aus Dresden und Berlin sowie die Stiftung zusammenführt. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, im Januar und Februar Kultur ins Schloss zu bringen“, so Stiftungsgeschäftsführer und Parkleiter Cord Panning.

Wobei das nicht allein der Anspruch ist. Auch diesmal geht es wieder darum, ein besonderes Repertoire ins Schloss zu bringen, das man nicht unbedingt in Bad Muskau vermutet. Damit setzt sich sozusagen eine Tradition fort. „Ich hätte nicht gedacht, dass das Ganze hier Wurzeln schlägt und sich sogar ausweitet“, sagt Cord Panning. Denn im flachen Land ist es noch so einfach, etwas  zu etablieren, was nicht unbedingt Mainstream ist und worauf man sich einlassen muss. „Und die kommenden Jahre werden nicht einfacher“, spricht Panning den finanziellen Rahmen in Sachsen an.

Winterbühne im Muskauer Park – Stiftung trägt das Risiko

Dass man den Gürtel enger schnallen muss, war 2025 schon zu spüren. Das ursprünglich geplante Programm musste eingekürzt werden, weil die Kulturstiftung nicht mehr gefördert hat. 2026 funktioniert die Winterbühne nur, weil die Stiftung als Veranstalter auftritt und das finanzielle Risiko trägt. Der Förderverein des Parks unterstützt das Ganze mit 3000 Euro. Zudem liegt die organisatorische Vorbereitung erstmals beim Verein „Kultur in Bewegung“.

Im Stück "Die Prinzenrolle" schöpft die Serkowitzer Volksoper wieder aus dem Vollen. Der Spaß kommt bei dieser Aufführung im Neuen Schloss Bad Muskau im Rahmen der Winterbühne nicht zu kurz.

Im Stück "Die Prinzenrolle" schöpft die Serkowitzer Volksoper wieder aus dem Vollen. Der Spaß kommt bei dieser Aufführung im Neuen Schloss Bad Muskau im Rahmen der Winterbühne nicht zu kurz.

Robert Jentzsch

Neben dem besonderen Programm, das man zusammengestellt hat, sind die Veranstalter froh, bezahlbare Kunst anbieten zu können. Wohl wissend, dass sich die Besucher freuen, dass schwungvolle Musik dem Winter Beine macht.  Das Publikum habe die vergangenen Angebote mit Freude angenommen, unterstreicht Isolde Matkey. Doch es können gern noch mehr Gäste werden.

Als thematischen Schwerpunkt wird mit einigen Veranstaltungen noch einmal an die Goldenen Zwanziger Jahre erinnert, als Kunst und Kultur in Deutschland eine Blütezeit erlebten. Eine Zeit geprägt von Zuversicht und Lebensfreude – das Nachtleben ist ausgelassen, man besucht Konzerte, Theater und Varietés. Und übersieht beim Tanz auf dem Vulkan die schwarzen Wolken am Horizont…

Erstmals wird am 31. Januar 2026 ein Prolog vorangestellt. Das ist sozusagen zum Aufwärmen. Dabei wird auch ein neuer Ort bespielt. „Erinnern und verwandeln“ heißt es um 15 Uhr im Grünen Salon an der Schlossgärtnerei. Eine Klarinette zeigt dort die Bandbreite ihrer musikalischen Möglichkeiten. Die Musik wird von Makhina Dzhuraeva vertanzt. „Ich denke, die Gäste können sich auf eine besonders künstlerische Erfahrung einlassen“, so Isolde Matkey.

Am Abend geht es dann um 19 Uhr im Festsaal vom Neuen Schloss weiter. Hier lautet das Programm „Babeln“. Musiker Max Loeb, der jüdische Wurzeln hat und in Kolumbien aufgewachsen ist, wird nicht nur aus seiner Familiengeschichte erzählen. Er und seine Musikerkollegen nehmen die Gäste mit auf eine musikalische Reise nach Südamerika, wo jüdische und kolumbianische Kultur verschmelzen.

Die Fans klassischer Musik kommen auch wieder auf ihre Kosten. „Konzert am Kamin“ heißt es am 7. Februar ab 16.30 Uhr. Sängerin Britta Schwarz hat den Liederzyklus „Die Winterreise“ von Franz Schubert mitgebracht.

Katharina Krenkel bringt auch viel nach Bad Muskau mit. Allerdings handelt es sich dabei weniger um Musik. Die studierte Bildhauerin setzt auf Wolle, wenn es um ihre Kunst geht. Sie häkelt, und so wird sie das Schloss mit dem Park verbinden. Auch die Fassade wird einbezogen. Die Macher versprechen eine einmalige, optisch sehr ansprechende Ausstellung, deren Eröffnung am Freitagabend (6. Februar) ab 18 Uhr auch musikalisch umrahmt wird.

Katharina Krenkel will mit einer gehäkelten Ausstellung nach Bad Muskau zur Winterbühne kommen.

Katharina Krenkel will mit einer gehäkelten Ausstellung nach Bad Muskau zur Winterbühne kommen.

K. Krenkel

Wer will, kann dann gleich weiter zur Serkowitzer Volksoper schlendern. Sie sind fest mit dem Programm der Winterbühne verankert. Wie man sie aus den Vorjahren kennt, verknüpfen die Machen bekannte Opernwerke mit aktuellen Bezügen. Im Stück „Die Prinzenrollen“ – 6. und 7. Februar jeweils 19 Uhr im Festsaal – geht es um Inkompetenz auf dem Thron in gleich zwei nebeneinanderliegenden Königreichen. Da wird den vier singenden Schauspielern oder schauspielenden Sängern wieder einiges abverlangt.

Was noch zum Programm der Winterbühne im Muskauer Park gehört

„Drei Erdbeeren im Schnee“ lautet der Titel eines Puppentheaters, das am 7. Februar ab 11 Uhr in der Bibliothek gespielt wird. Es richtet sich an Kinder ab fünf Jahren.

Im Café im Neuen Schloss wird am 7. Februar ab 15 Uhr eine besondere Caféhausmusik ertönen. Es erklingt die Heaven's Human Jukebox.

„Analog ist sexy!“ – ein Titel, der schon viel verspricht. Es geht um ein Konzert aus der Zukunft, konkret 2126. Die Künstliche Intelligenz ist dann ausgestorben. Das Analoge hat wieder Hochkonjunktur. Das ist am Sonntag, 8. Februar, um 15 Uhr zu erleben.

„Halte Dich an Wunder“ – ein Konzert mit der Gruppe Youkali gibt es Sonntagnachmittag (8. Februar) ab 17 Uhr im Festsaal.

Das gesamte Programm ist unter www.muskauer-Park.de nachzulesen.

Karten gibt es unter reservix.de oder in der Bad Muskau-Touristik (035771/50492) beziehungsweise eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Neuen Schloss.