LR+LR+Messerangriff in Weißwasser
: Revision nach Mordurteil und neue Ermittlungen

Ein 35-jähriger Mann aus Weißwasser ist wegen Mordes verurteilt worden. Kann sein Verteidiger das Urteil noch zu Fall bringen?
Von
Regina Weiß
Weißwasser/Görlitz
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Datum: 09.03.2026 / Ort: Goerlitz

Einem heute 35-jaehrigen Verkaeufer aus Weisswasser wird vorgeworfen, am 22. September 2025 aus Eifersucht einen Mann getoetet zu haben. Zu Beginn der Hauptverhandlung legte der Angeklagte ein Gestaendnis ab und raeumte die Tat ein.Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Angeklagte angenommen haben, dass seine Verlobte eine Beziehung mit dem spaeteren Opfer - ihrem Cousin - habe. Aus diesem Grund habe er seine Verlobte gegen 17:30 Uhr in der gemeinsamen Wohnung geschlagen und gewuergt. Unter Androhung weiterer Gewalt habe er sie anschliessend gezwungen, ihn zur Wohnung des Cousins in Weisswasser zu begleiten.Gegen 18:15 Uhr sollen beide dort angekommen sein. Der Angeklagte habe an der Haussprechanlage geklingelt und seine Verlobte dazu gebracht, ihren Cousin zur Hauseingangstuer zu locken. Als dieser - wie vom Angeklagten geplant - erschien, habe die Frau ihn zunaechst in ein Gespraech verwickelt. In diesem Moment soll der Angeklagte den Geschaedigten ueberraschend mit einem Springmesser mit einer etwa zehn Zentimeter langen Klinge in den Kopf gestochen haben.Der Mann erlag am 23. September 2025 den Folgen eines malignen Hirnoedems.In seinem Gestaendnis bestaetigte der Angeklagte nach Angaben des Gerichts im Wesentlichen den geschilderten Tatablauf. Die Eltern des Opfers nehmen als Nebenklaeger teil.Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat heimtueckisch begangen wurde und zudem aus einem sonstigen niedrigen Beweggrund erfolgt sei.Der Angeklagte befindet sich seit dem 23. September 2025 in Untersuchungshaft.

Rechtsanwalt Walter Brockmann sitzt im Landgericht neben seinem Mandanten. Der 35-jährigen Mann aus Weißwasser ist wegen Mordes verurteilt worden.

xcitepress/Thomas Baier