Laufen in Rothenburg
: Abenteuer-Rennen lockt Hunderte Sportler an die Neiße

600 Sportler kämpfen in Teams beim Neiße-Adventure-Race in Rothenburg um den ersten Platz. Doch neben dem Laufen sind auch andere Disziplinen gefragt. Was macht das Rennen so besonders?
Von
Ole Rockrohr
Rothenburg
Jetzt in der App anhören
Neiße Adventure Race

Das Neiße-Adventure-Race in Rothenburg fordert die Sportler in verschiedenen Disziplinen. Neben der Lausftrecke müssen sich die Teilnehmer auch auf der Neiße und in einem Hindernisparcours beweisen.

NAR e.V.
  • In Rothenburg lockt das Neiße-Adventure-Race Hunderte Sportler in Teams an die Neiße.
  • Der „Original-Trail“ kombiniert Laufen, Rafting und Hindernisparcours – zweimal im Rundkurs.
  • Neben dem Hauptlauf gibt es eine leichtere Variante für Familien sowie zwei „Walks“ und einen „Run“.
  • Die Organisatoren arbeiten ehrenamtlich, Sponsoren halfen durch die Corona-Zeit.
  • Bislang meldeten sich knapp 500 Teilnehmende an, insgesamt sind etwa 600 Sportler möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hunderte Menschen kämpfen sich durch den Dreck des Lausitzer Bodens, erklimmen Hindernisse aus Holz und manövrieren Boote durch die Stromschnellen der Neiße. Das, was klingt wie ein militärisches Bootcamp, ist aber eine Sportveranstaltung: das Neiße-Adventure-Race am 3. Mai 2026.

Sie nennen es das „härteste Teamevent Ostdeutschlands“, wie Mitveranstalter Tino Kittner im Interview sagt. Vor 14 Jahren kam Kittner gemeinsam mit einigen Freunden auf die Idee, in der Region ein neues und außergewöhnliches Event an den Start zu bringen. Gesagt, getan: Sie gründeten einen Verein und begannen mit der Planung des ersten Rennens.

Und die Region an der Neiße bot sich da als perfekte Gegend für das Rennen an. Mit seiner Firma Neiße-Tours hatte Tino Kittner bereits viele Rafting-Boote, die sie für das Event nutzen können. „Dann haben wir dort die Kulturinsel Einsiedel, die für die Region prägend ist. Die können wir für den Hindernisparcours nutzen.“

Und zusätzlich sei die Laufszene in der Region sehr ausgeprägt und dementsprechend auch die potenziellen Teilnehmer vorhanden, wie Kittner sagt. „Und da haben wir gesagt: Lass uns was für die Region machen, etwas Einzigartiges.“

Wie gut das Konzept angenommen wird, das habe auch Kittner und sein Team überrascht, wie Tino Kittner im Gespräch mit der Redaktion berichtet. In den vergangenen Jahren wuchs die Teilnehmerzahl immer weiter an. Von anfangs 40 auf inzwischen knapp 600 Sportler, die an dem jährlichen Rennen teilnehmen. Mehr sei aber auch nicht möglich, so Kittner. „Wenn da 600 Leute zusammenkommen und jeder bringt auch noch drei oder vier Zuschauer mit, ist das schon eine organisatorische Herausforderung.“

Wie das Neiße-Adventure-Race in Rothenburg abläuft

Denn den Teilnehmenden wird einiges geboten, wenn sie am 3. Mai 2026 zum nächsten Neiße-Adventure-Race antreten. Im Zentrum steht der „Original-Trail“: Nach dem Start am Neißehafen Rothenburg geht es für die Teilnehmer, die nur in Teams antreten dürfen, laufend nach Nieder-Neundorf. Von dort geht es zu Wasser weiter. In Rafting-Booten kämpfen sich die Sportler wieder nach Rothenburg. In Rothenburg wartet ein Hindernisparcours auf die Teams. Das Ganze durchlaufen die Teams zweimal, bis sie schließlich ins Ziel einlaufen.

Neiße Adventure Race

Beim Neiße-Adventure-Race in Rothenburg manövrieren die Teams die Rafting-Boote durch die Neiße.

NAR e.V.

Neben dem „Original-Trail“ gibt es am 3. Mai auch eine leichtere Variante für Familien und Freizeitsportler und drei verschiedene Läufe. Es werden zwei „Walks“ angeboten, auf denen sich die Kontrahenten über eine Strecke von 15 km und 35 km duellieren. Zusätzlich gibt es noch einen „Run“, der 15 km Strecke umfassen wird.

Was es neben dem Rennen noch in Rothenburg zu erleben gibt

Und auch abseits der Strecke wird den kleinen und großen Zuschauern viel geboten, wie Tino Kittner verrät. Neben Ständen mit Essen und Trinken wird es einen „Kidstrail“ für die angehenden Sportler und eine Hüpfburg geben. Und auch sonst gibt es laut Kittner „viel Drumherum“.

Dabei basiert die ganze Organisation auf Freiwilligenarbeit. Keiner der Helfer und Organisationen wird bezahlt. Im Gegensatz dazu: Um das Rennen zu verwirklichen, nähmen sich viele Helfer bis zu drei Tage frei, so Kittner. „Wir machen das nicht, um Geld zu verdienen. Das Ganze läuft zum Selbstkostenzweck.“ Das sei nicht ohne die Hilfe der Freiwilligen zu stemmen. Aber auch den zahlreichen Sponsoren, sei er sehr dankbar, sagt Kittner.

Mit tatkräftiger Unterstützung hätten sie auch die Corona-Zeit überstanden. „Da haben wir uns schon gefragt: Wollen wir uns das noch weiter antun und jedes Jahr aufs Neue so viel opfern?“, sagt Organisator Kittner mit Blick auf die schwierigen Corona-Jahre. Aber sowohl die Sportler als auch das Umfeld hätten sie dazu gedrängt, durchzuhalten und am Ball zu bleiben.

Neiße-Adventure-Race 2026: Noch gibt es freie Plätze

Und das Durchhalten habe sich gelohnt, da ist sich Tino Kittner sicher. Das sehe man auch in den Anmeldezahlen für das Jahr 2026. Bislang, knapp einen Monat vor Beginn des Rennens, hätten sich laut Tino Kittner knapp 500 Menschen angemeldet. Noch gibt es aber freie Plätze für alle Interessierten. Für den Original-Trail werden 120 Euro pro Team fällig, für die leichtere Variante 100 Euro. Die Anmeldegebühren für die Läufe belaufen sich auf 20 bis 30 Euro, je nach Rennen.