Landtagswahl in Sachsen 2024: FDP setzt auf auswärtige Kandidaten

Eine Frau wirft ihren Stimmzettel in eine Urne in einem Wahllokal. 2024 stehen in Sachsen die Landtagswahlen an.
Jan WoitasAm 1. September 2024 wird der 8. Sächsische Landtag gewählt. Nach der CDU hat nun auch die FDP ihre Kandidaten für diese Wahl aufgestellt. Sie tritt im gesamten Landkreis Görlitz und damit in vier Wahlkreisen an.
Die Ziele, die sich die Liberalen geben, sind zwischen Groß Düben und Zittau hochgesteckt, wie sie mitteilen. Sie lauten: Sie möchten das zweistellige Wahlergebnis aus der Bundestagswahl bestätigen. Außerdem wollen sie die Grünen in der Regierung ablösen.
Wer für die FDP zur Landtagswahl antritt
Als Spitzenkandidaten für den Landkreis Görlitz hat der Kreisvorstand kürzlich den Löbauer Toralf Einsle (43 Jahre, Diplom–Umweltingenieur) nominiert, welcher in seinem Heimatwahlkreis als Direktkandidat antreten möchte.
Einsle ist in Löbau zu Hause. „Als Ingenieur bin ich stark an Problem–Lösung orientiert. Ich mag in der Politik aktuell die vielen Scheinlösungen nicht. Ich glaube auch die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht ruhiggestellt werden, sondern, dass ihre Probleme an der Wurzel gepackt werden und gelöst werden“, so der verheiratete fünffache Familienvater.
Wer sind die anderen Kandidaten?
Im Wahlkreis 57 (Altkreis Weißwasser/Niesky) tritt Torsten Pötschk an. Der 53–jährige ist Unternehmer, hat drei Kinder und lebt in Dresden. „Ich möchte mich gerade in schwierigen Zeiten für die Ideen der FDP einsetzen und trete daher im Wahlkreis 57 an. Ich setze mich für eine bessere Infrastruktur, speziell die Elektrifizierung Görlitz–Cottbus und den nördlichen Ausbau der B178 ein.“
Auch im Nachbarwahlkreis 58 tritt mit Moritz Weber ein auswärtiger Kandidat an. Der 23–jährige ist Student der Medienforschung aus Dresden.
Michel Kretschmer, 34 Jahre alt und Wirtschaftsfachwirt aus Zittau, macht die Kandidatenliste komplett.
Bei der letzten Landtagswahl 2019 erreichte der Direktkandidat der FDP im Wahlkreis 57 3,4 Prozent der Stimmen. Das war das zweitschlechteste Ergebnis aller sieben Direktkandidaten, die auf dem Wahlzettel gestanden haben.

