Aufmerksame Angler haben in der Nacht zu Mittwoch einen Radlader-Diebstahl an der Boxberger Straße in Kreba-Neudorf verhindert. Sie hörten, wie kurz nach Mitternacht der Motor der Arbeitsmaschine gestartet wurde, wie Polizeisprecherin Anja Leuschner mitteilt. Zudem sahen sie einen polnischen Lkw mit laufendem Motor an einer Baustelle stehen. Die Zeugen vermuteten einen Diebstahl und riefen die Polizei.
Mehrere Streifen der umliegenden Reviere sowie der Bundespolizei eilten zum möglichen Tatort. In Neuliebel stoppten die Beamten den Iveco. Der 35-jährige polnische Fahrer ergriff die Flucht, kam allerdings nicht weit. Die Uniformierten stellten ihn und bemerkten zudem einen VW in unmittelbarer Nähe des Lkw. Der Volkswagen hatte das Tatfahrzeug vermutlich begleitet. Im Passat saßen zwei Polen im Alter von 21 und 30 Jahren. Die Gesetzeshüter nahmen alle drei Tatverdächtigen vorläufig fest. Auf der Ladefläche des Iveco befanden sich ein Radlader von Kramer im Wert von circa 50.000 Euro und eine Fräse. Der Laster gehörte auf die Baustelle nach Kreba-Neudorf und wird nach abgeschlossener kriminaltechnischer Untersuchung auch dorthin zurückgegeben.

Staatsanwaltschaft entscheidet über die Konsequenzen für die Radlader-Diebe

Auf dem Polizeirevier Weißwasser erfolgte die erkennungsdienstliche Behandlung der Beschuldigten. Die Beamten fertigten Fotos, nahmen eine DNA-Probe sowie Fingerabdrücke. Die Staatsanwaltschaft wird in den kommenden Tagen über die weiteren strafrechtlichen Konsequenzen für die Tatverdächtigen entscheiden. Die Soko Argus übernahm die Ermittlungen in dem Fall.
Die Polizei bedankt sich bei den aufmerksamen Zeugen. Durch ihre schnelle Reaktion konnten drei mutmaßliche Straftäter vorläufig festgenommen werden.
In Grenzgemeinden wurden in vergangenen Jahren vor allem Autos gestohlen. In den sieben Gemeinden an der polnischen Außengrenze in der Oberlausitz sank die Grenzkriminalität zuletzt allerdings um drei Prozent. Die Polizei führt dies unter anderem auf den Einsatz von Videosicherheitstechnik und die Arbeit der Soko „Argus“ in der Polizeidirektion Görlitz zurück.