Klimaschutz in Schleife: Was denken die Bürger wirklich über die Energiewende?

Das Thema erneuerbare Energien ist in Schleife ein strittiges. Die Meinung der Bürger zählt, wenn es um den Klimaschutz geht, wie eine aktuelle Umfrage wissen will.
dpa/Oliver Berg- Schleife startet Umfrage zu Klimaschutz – Bürger können bis 10. August 2025 online teilnehmen.
- Ziel: Handlungsfelder und Maßnahmen für das lokale Klimaschutzkonzept erarbeiten.
- Themen: Ökostrom, bauliche Modernisierung, ökologische Infrastruktur, Energiegenossenschaften.
- 2024 beteiligten sich 30 % der Bürger an einer ähnlichen Umfrage – diesmal soll die Quote steigen.
- Gemeinde erhielt 2024 Fördermittelbescheid für Klimaschutzkonzept, Umsetzung in Planung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn es in Schleife um erneuerbare Energien geht, dann prallen scheinbar Welten aufeinander. Das zeigen die umfangreichen Debatten zum Bau von Windrädern und Solaranlagen im Gemeindegebiet in den letzten Jahren. Doch was sagen die Bürger aus Schleife, Rohne und Mulkwitz grundsätzlich zum Klimaschutz und der künftigen Energieversorgung in ihrer Kommune? Denn trotz Abwehrhaltung zu einzelnen Vorhaben, könne man ja nicht den Kopf in den Lausitzer Sand stecken, was das Thema betreffe.
Das will die Gemeinde Schleife wissen. Es ist Teil des Klimaschutzkonzeptes, das die Kommune erstellen wird. „Es wird gefordert und gefördert“, so Bürgermeister Jörg Funda (CDU). Im Herbst 2024 hat die Kommune den Zuwendungsbescheid bekommen. „Egal, wie man zu dem Thema steht, ist es wichtig, dass wir uns als Kommune auf den Weg machen“, so der Bürgermeister.
Wo die Schleifer Bürger die Umfrage zum Klimaschutz finden
Und wie bei allem, geht es in Schritt eins, um Grundsätzliches. Deshalb hat Schleife nun die Bürger aufgefordert, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Noch bis zum 10. August 2025 können sich diese auf der Homepage der Kommune (https://www.schleife-slepo.de) beteiligen.
So will die Kommune beispielsweise wissen, was Klimaschutz für jeden einzelnen bedeutet, ob der Bezug von Ökostrom wichtig ist, bautechnische Modernisierungsmaßnahmen infrage kommen, die Verbesserung der ökologischen Infrastruktur der Kommune eine Rolle spielt, ebenso wie der Aufbau einer Energiegenossenschaft.
„Wir wollen mit diesen Daten schauen, wo wir gerade stehen“, erklärt der Bürgermeister das Fragenmuster. Schon einmal hatte Schleife zum Heizverhalten der Bürger gefragt. 2024 hatten rund 30 Prozent geantwortet. Das sei eine gar nicht so schlechte Zahl, so Funda. Vielleicht könne man das jetzt toppen.
In was das Ganze mündet: Ziel ist die Bestimmung von Handlungsfeldern, aber auch Maßnahmen zur Umsetzung des lokalen Klimaschutzes in der Gemeinde. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

