Die Zahl der illegalen Grenzübertritte nach Deutschland reißt nicht ab. Dabei werden Geschleuste und Schleuser nicht immer gleich an der Grenze erwischt, wie ein aktueller Fall vom Dienstag zeigt.
Am Dienstagmorgen haben Anwohner der Polizei einen dunklen Kombi gemeldet, der drei Personen an der Ziegeleistraße im Boxberger Ortsteil Reichwalde ausgesetzt hat. Das polnische Kennzeichen war zunächst unbekannt, heißt es im Polizeibericht.
Streifen der Bundespolizei Ludwigsdorf und des Polizeireviers Weißwasser machten sich auf den Weg. Auf der Anfahrt kam den Beamten im Bereich der Betriebsstraße Tagebau ein Pkw entgegen, der zu der Beschreibung des Zeugen passte.
Die Polizisten kontrollierten den ukrainischen Fahrer. Nach weiteren Ermittlungen bestätigte sich, dass es sich dabei um den mutmaßlichen Schleuser gehandelt hat. Im Fahrzeug fanden die Beamten zudem Betäubungsmittel sowie Bargeld verschiedener Währungen in dreistelliger Höhe.

33 unerlaubt Eingereiste von Bundespolizei in Gewahrsam genommen

Die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf hat in den zurückliegenden Stunden 33 unerlaubt Eingereiste in Gewahrsam genommen. Der Großteil davon ist in der Gemeinde Krauschwitz festgesetzt worden. Nach mehreren Bürgerhinweisen sind elf Männer aus Syrien und später 13 Männer aus dem Irak festgestellt. Alle Personen waren nicht im Besitz gültiger Aufenthaltsdokumente, meldet Ivonne Höppner, Pressesprecherin der Inspektion Ludwigsdorf.
Später wurden in Niesky vier Männer aus dem Jemen aufgegriffen. Diese waren ebenfalls nicht im Besitz gültiger Aufenthaltsdokumente. Im Stadtgebiet von Görlitz wurden am Mittwoch fünf syrische Männer festgestellt. Die Inspektion Ludwigsdorf übernimmt die Bearbeitung der Fälle.
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