Honig aus Sachsen
: Premiere im Kromlauer Park – wo es das Souvenir zu kaufen gibt

Der Kromlauer Park feiert mit seinem Parkhonig Premiere. Sind die Bienen auf den Rhododendron abgeflogen?
Von
Regina Weiß
Kromlau
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Es gibt erstmals einen Honig aus dem Kromlauer Park. Was ihn so besonders macht.

Es gibt erstmals einen Honig aus dem Kromlauer Park. Was ihn so besonders macht.

Regina Weiß
  • Der Kromlauer Park bietet erstmals eigenen Honig als Souvenir in der Touristinfo an.
  • Die Bienen lieferten statt Rhododendronhonig eine bunte Mischung aus Parkblüten.
  • Der Honig stammt von 20 Bienenvölkern an den Nixenteichen und ist Bioland-zertifiziert.
  • Zwei Sorten erhältlich: Blütenhonig und Sommerhonig – Glas für 6,95 Euro im Schloss.
  • Regionaler Honig ohne konventionelle Rückstände weckt großes Interesse bei Besucher*innen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Kromlauer Park ist vieles. Mit seinen rund 180 Hektar gilt er als die größte Rhododendren-Freilandanlage in Deutschland. Er ist Landeskulturdenkmal in Sachsen und Heimstatt für die mittlerweile weltberühmte Rakotzbrücke.

Der Kromlauer Park kann aber durchaus schmackhaft sein, wie jeder seit wenigen Tagen ausprobieren kann. Es gibt eine Premiere: Der erste Kromlauer Parkhonig ist abgefüllt worden und steht als Mitbringsel in der Touristinformation im Kromlauer Schloss bereit. Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) hat ihn als Art süßer Botschafter gleich mal als Geschenk zum 130. Geburtstag der Waldeisenbahn Muskau genutzt.

Eigentlich liegt ja ein solches Produkt auf der Hand, jedes Jahr im Frühjahr grünt und blüht es wie wahnsinnig im Kromlauer Park. Dann stehen Azaleen- und Rhododendronbüsche in voller Blüte. In dieser Zeit findet auch das Park- und Blütenfest statt. Und Imker Christian Grune aus dem im Pücklerdorf Groß Döbbern bei Spremberg gehört zu den Anbietern, der seinen nach Biolandkriterien zertifizierten Honig zum Kauf anbietet. „Dabei sind wir ins Gespräch gekommen, ob sich nicht eine Zusammenarbeit über das Fest hinaus anbietet“, erzählt Mandy Klau von der Touristinfo. Mit anderen Worten, ob sich nicht ein Parkhonig à la Branitzer Park auch in Kromlau produzieren lassen könnte. Denn dort hat Christian Grune schon Erfahrungen gesammelt.

Also wurde ein Platz in Kromlau gesucht, wo die Bienenstöcke aufgestellt werden konnten. Dieser fand sich an den Nixenteichen, etwas in der Parkperipherie gelegen. Die Bienen aus rund 20 Völkern waren fleißig, kann Christian Grune seinen Mitarbeitern bescheinigen. Allerdings haben sie doch ein bisschen anders agiert, als es von Vornherein geplant war. „Das Ziel war es schon Rhododendronhonig herzustellen“, so Mandy Klau. Doch darauf scheinen die Bienen nicht abgefahren zu sein.

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Christian Grune sieht es nicht so verbissen. Die Blüten vom Bäumen und Sträuchern seien eben schmackhafter gewesen. „Es ist eine bunte Mischung“, verspricht der Imker. Natürlich eine leckere. „Und im nächsten Jahr kann das schon wieder ganz anders sein.“ Soll heißen, dann könnte der Rhododendron die Bienen vielleicht doch mehr anziehen.

Viel wichtiger ist Christian Grune, der als Berufsimker seine Produkte auch über die Genossenschaft Honigtreu vermarktet, dass keine Wirkstoffe aus der konventionellen Landwirtschaft in den Honig eingetragen werden. Dabei müsse man den Flugradius von zwei bis drei Kilometern einkalkulieren. Die Zertifizierung stelle sicher, dass Bioland-Honig nicht nur höchste ökologische Standards erfüllt, sondern auch eine nachhaltige und artgerechte Imkereipraxis fördert.

Nun gibt es den Parkhonig in zwei verschiedenen Sorten: Blütenhonig und Sommerhonig. Für 6,95 Euro ist das Glas im Kromlauer Schloss zu bekommen. Durchaus ein Souvenir, das Geschmack auf mehr Kromlauer Park macht.

Und durchaus auch in anderer Form passend. „Die Menschen sind schon sehr an regional produziertem Honig interessiert. Da können sie sicher sein, kein Zuckerwasser im Glas zu haben“, so Christian Grune.