Gegen 16.30 Uhr haben am Dienstag Kühltruhen, Kassen, Computer, Herde und Ampeln in Weißwasser ihre Arbeit eingestellt. Wo viele Bewohner erst dachten, ihr Haus oder möglicherweise ihre Straße sei von einem Stromausfall betroffen, zeigte sich kurz darauf, dass Weißwasser insgesamt ein Problem hat. Kein Strom in Süd oder im Alten Dorf oder an der Bautzener Straße...

Bei der Störungshotline der Stadtwerke Weißwasser GmbH glühten daraufhin die Drähte. Weil viele Bürger weitere Infos wollten, machten sich Männer und Frauen mit Autos, Motorrad oder Rad auf den Weg zu den Stadtwerken in der Straße des Friedens.

Dort wurde mit weitem Abstand aus Fenstern oder Türen – die Arbeit des Büros ist durch Corona für die Öffentlichkeit eingeschränkt – kommuniziert. Die Stadtwerke-Mitarbeiter erklärten, die Fehlersuche großräumig in Angriff zu nehmen. Die Techniker seien draußen, hieß es. Wie lange es dauern könnte, wusste zu dem Zeitpunkt keiner zu sagen.

Gegen 17 Uhr hatten dann erste Straßen in der Innenstadt wieder Strom. „80 Prozent sind wieder am Netz“, konnte dann auch kurz später Bettina Brandt, Sprecherin der Stadtwerke, auf Rundschau-Nachfrage verkünden. Wenig später sollten es 99 Prozent der Kunden sein.

Das schrittweise Hochfahren des Netzes diene der Eingrenzung des Fehlers. Drei Möglichkeiten fassen die Stadtwerke-Techniker ins Auge: Beim Baggern ist eine Leitung getroffen worden; eine Muffe im Erdkabel macht Probleme oder es gibt einen technischen Defekt in der Trafostation. Was genau es sein kann, blieb Dienstag offen.

Übrigens war mit dem Stromausfall auch der Handyempfang von Vodafone und O2 in Weißwasser gestört. Eigentlich hätten in dem Fall Notstromversorgungen der Anbieter greifen müssen.