Getöteter Polizist in Mannheim: Polizei in Weißwasser gedenkt Rouven L. mit Schweigeminute

Mit der Ehrenbezeugung haben Polizisten vom Revier Weißwasser und Feuerwehrkameraden dem in Mannheim getöteten Polizisten Rouven L. gedacht.
Regina WeißDie Städte Weißwasser und Mannheim liegen in etwa 645 Kilometer auseinander. Und doch fühlen sich die Polizisten aus dem Revier Weißwasser und auch Kameraden der Feuerwehr den Einsatzkräften aus Baden-Württemberg derzeit sehr nah. In Mannheim ist Polizist Rouven L. im Dienst angegriffen worden und an diesen Folgen gestorben. Weißwassers Revierleiter Uwe Horbaschk spricht in dem Zusammenhang von „einem brutal ermordeten Kollegen.“
Für ihn gibt es am Freitag (7. Juni) um 11.34 Uhr vor dem Revier in Weißwasser eine Schweigeminute mit Ehrenbezeugung. Es ist die Zeit, als der junge Polizist auf dem Markt vor einer Woche (31. Mai 2024) in Mannheim angegriffen worden ist. Zwei Dienstgruppen sowie der Tagesdienst aus dem Revier Weißwasser sind vor Ort.
Daneben haben der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing, der Krauschwitzer Gemeindewehrleiter Sven Schulz sowie eine Kameradin und Kamerad aus Krauschwitz-West Aufstellung genommen. „Für uns ist das heute der Schulterschluss, wir wollen zeigen, dass Einsatzkräfte zusammenstehen“, so Sven Schulz. Denn sie sind wie die Polizei nicht vor Angriffen gefeit.
Das zeigt der Angriff in Mannheim Polizisten in Weißwasser
Uwe Horbaschk gibt unumwunden zu, dass dieser Angriff in Mannheim etwas mit den Kollegen in Weißwasser macht. Er zeigt, dass Polizisten trotz Schutzweste und Waffen durchaus auch schutzlos ausgeliefert sein können. Deshalb redet der Revierleiter nach dem Gedenken seinen Kollegen noch einmal ins Gewissen, dass ihr Eigenschutz wichtiger denn je ist. „Sie sollen alle wieder gesund nach Hause kommen“, so Uwe Horbaschk. Schon am Montag hatte es im Revier eine Schweigeminute gegeben.
