Fotos Lausitzer Seenland
: Wettbewerbsbilder zeigen Leader-Region von der besten Seite

Die Leader-Region Lausitzer Seenland hatte zum zweiten Mal zu einem Foto-Wettbewerb aufgerufen. So ist er ausgegangen. Und was wurde eigentlich aus dem Möbel-Wettbewerb?
Von
Jürgen Scholz
Boxberg
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Bald auch mit Hochzeitspaar im Rahmen? Am Samstag, 17. Juni, findet die erste standesamtliche Trauung am Teich im Findlingspark Nochten statt.

Eine Station des neuen Erlebnispfades erklärt, was es mit den Sichtachsen im Findlingspark Nochten auf sich hat.

Der Blick durch den Bilderrahmen im Findlingspark Nochten - nur auf den ersten Blick sieht er immer gleich aus.

Regina Weiß

Der Bürgermeister der Gemeinde Boxberg ließ sich bei diesem schönen Termin vertreten. Der Anlass dafür war verständlich – er ist Vater einer Tochter geworden. Auf die preiswürdigen Fotos aus dem Lausitzer Seenland wird er dennoch nicht verzichten müssen.

Ein Kalender im großen Format DIN A1 sowie ein Postkarten-Set werden mit den Motiven gestaltet. Insgesamt hatten rund 50 Einsender ihre Aufnahmen zur Verfügung gestellt, um ihre schönsten Ansichten zwischen Neiße und Lauta, Schleife und Lohsa zu präsentieren.

Die Wettbewerbe sind ein Teil der geforderten Projekte, erklärt Sophia Kockott vom Regional-Management, einer Art Verwaltungsstelle für die Leader-Region. Bislang gab es drei Wettbewerbe – einen Foto-Wettbewerb, einen Ideen-Wettbewerb sowie einen Outdoor-Möbel-Wettbewerb.

Dort gab es vier Teilnehmer und einen von den Gemeinden favorisierten Entwurf für ein Sitzmöbel – der nahm die Idee des Logos der Leader-Region auf und soll an verschiedenen Orten als Landmarke dienen, erklärt Sophia Kockott. Allerdings ist in den vergangenen zwei Jahren die Idee noch nicht in die Tat umgesetzt worden – es wird noch an der Finanzierung gearbeitet.

Sieger-Bilder kommen in Kalender und werden Postkarten-Set

Das dürfte mit den Beiträgen aus dem zweiten Fotowettbewerb nicht passieren. Sie sollen zum einen in dem großformatigen Kalender und in einem Postkartenset verarbeitet werden. Da mit dem geförderten Projekt aber kein Gewinn erzielt werden darf, wird es eine sehr exklusive Auflage bleiben – 200 bis 250 Exemplare des Kalenders und die Postkartensets wird es 100-mal geben. Je ein Exemplar geht an die Teilnehmer des Wettbewerbs, der Rest an die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe der Förderregion und für deren Öffentlichkeitsarbeit.

Wer nicht zu diesem exklusiven Kreis gehört, der kann die Ergebnisse wahrscheinlich bald auch bei Kampagnen der Leader-Region sowie im Internet sehen. Sie zeigen das Lausitzer Seenland in diesem Bereich mit bekannten und eher unbekannteren Motiven.

Mit seinem Handy-Bild von der Rakotzbrücke hat Julius Dirk Richter (15) den zweiten Fotowettbewerb der Leader-Region Lausitzer Seenland gewonnen. Es ist nun auch ein Postkartenmotiv.

Mit seinem Handy-Bild von der Rakotzbrücke hat Julius Dirk Richter (15) den zweiten Fotowettbewerb der Leader-Region Lausitzer Seenland gewonnen. Es ist nun auch ein Postkartenmotiv.

Jürgen Scholz

Zu den bekanntesten Motiven gehört die Rakotzbrücke im Kromlauer Park, die es mehrfach zu Platzierungen geschafft hat. Das Sieger-Foto zeigt eben dieses Motiv, heißt „eine runde Sache“ und stammt von dem 15-jährigen Julius Dirk Richter aus Weißwasser. Der fotografiert seit sechs Jahren – und zwar keinesfalls mit einer aufwendigen Kamera, sondern mit einem Handy. Erst mit dem seiner Mutter,  jetzt mit dem eigenen – und hat damit schon vier Foto- und Videowettbewerbe gewonnen. Bei diesem Wettbewerb hat er auch seinen eigenen Vater hinter sich gelassen.

Damit hat er 150 Euro gewonnen. Die weiteren zwölf Preisträger haben jeweils 100 Euro gewonnen und einen Beutel mit regionalen Produkten im Wert von 50 Euro – und die exklusiven Kalender und Postkartensets. Aber auch die anderen Teilnehmer gingen nicht leer aus.

Was für einen Wettbewerb gibt es das nächste Mal?

Zwar steht schon fest, dass es wieder einen Wettbewerb geben wird – allerdings noch nicht, in welchem Bereich. Das werde voraussichtlich in einer der nächsten Sitzungen entschieden, so Sophia Kockott.

Die Sieger-Motive des Wettbewerbs und ihre Fotografen

  • Den ersten Platz hat Julius Dirk Richter mit seiner Aufnahme der Rakotzbrücke gewonnen. Zweiter wurde Max Lewa mit dem „Lauf der Struga bei Schleife“, Dritte Anja Thor mit einem „Wintertraum am Bärwalder See“ an einem sehr kalten Morgen in diesem Winter.
  • Die Sonne hat Marcus Bänder an der Großen Karoline bei Gablenz gekonnt in Szene gesetzt.
  • Michael Taubner hatte sein Bild „Scheibesee erwacht“ genannt, räumte bei der Siegerehrung aber ein, dass das Foto am Senftenberger See entstanden sei.
  • Raik Hube hatte in aller Frühe den „Sonnenaufgang am Speicherbecken Lohsa“ aufgenommen und Daniel Reckzeh die Rakotzbrücke.
  • Ein winterliches Bild bei Krauschwitz bescherte Dirk Marcinkowski den achten Platz.
  • Mit Sonnenuntergängen beteiligten sich Grit Schuster und Reinhold Grottker erfolgreich am Wettbewerb.
  • Alexander Aulich fotografierte einen Tagebaubagger bei Nacht, Ricarda Müller spielte mit dem Blick in eine Glaskugel auf die schwimmenden Häuser des Geierswalder Sees und Annett Jähn mit dem Blick durch den Bilderrahmen auf den Findlingspark Nochten.