Findlingspark Nochten: Wie die Premiere für den Herrnhuter Sternenglanz ankommt

Herrnhuter Sterne und der Findlingspark Nochten passen bestens zusammen. Das haben sie bei der Premiere vom Herrnhuter Sternenzauber unter Beweis gestellt.
Regina Weiß- Premiere "Herrnhuter Sternenglanz" im Findlingspark Nochten, vom 8. bis 10. November.
- Große Besucherzahlen: Fahrzeuge aus Dresden bis Cottbus, lange Schlangen an den Eingängen.
- 800 Sterne installiert, viele Fotomotive, positiver Besucherzuspruch.
- Eintrittspreise: 12 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Kinder, Familienkarte 28 Euro.
- Samstag ausverkauft, für Sonntag gibt es noch Karten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am 15. November endet in jedem Jahr die Besuchersaison für den Findlingspark in Nochten. Dann heißt es so schön, die Anlage – nicht das Team – geht in die Winterruhe, um im März wieder durchstarten zu können. Im Jahr 2024 setzt Europas größter Steingarten einen besonders leuchtenden Schlusspunkt. Vom 8. bis 10. November gibt es erstmals den „Herrnhuter Sternenglanz im Findlingspark“. Und wie kommt diese Premiere an?
Freitagabend, gegen 17.30 Uhr, im Boxberger Ortsteil Nochten. So etwas hat das Dorf auch noch nicht gesehen. Auto an Auto reiht sich entlang der Ortsdurchfahrt. Die Fahrzeuge, die von Dresden bis Cottbus, von Senftenberg bis Kamenz, von Spremberg bis Hoyerswerda, hereinrollen, müssen Schlange stehen. Am Parkplatz vor dem Eingang zum Findlingspark hilft die Nochtener Feuerwehr, beim Einweisen.
Aber wahrscheinlich haben auch sie nicht mit diesem Ansturm gerechnet. Neben dem Mitteleingang für Online-Tickets stehen lange Schlangen an zwei Kassen. Gerade hat Familie Thor aus Schipkau ihre Karten geholt. „Ging doch ganz fix“, sagen sie. Erstmals ist die vierköpfige Familie im Findlingspark. Sie wollen nicht nur das besondere Ambiente auf sich wirken lassen, sondern auch mal schauen, was Herrnhuter Sterne am Verkaufsstand zu bieten haben. Ob tatsächlich etwas mit nach Hause geht? „Da hat mein Mann nicht so viel Mitspracherecht“, heißt es lachend.
Herrnhuter Sternenglanz – was die Besucher sagen
Nur wenige Meter hinter dem Eingang steht schon der erste Fotohotspot. Der leuchtenden Bogen symbolisiert an diesem Tag den Eintritt ins Sternenzauberland. Klar, dass Dieter Büttner und Ehefrau Christel sowie Tochter Ina dort zum Erinnerungsbild Aufstellung nehmen. Mehrfach im Jahr besuchen die Weißwasseraner die Anlage. Doch der Sternenzauber sei noch mal eine ganze andere Nummer. „Ganz große Klasse“, lautet das einhellige Lob. Und sie sind nicht die einzigen, die die Premiere wunderbar, herrlich, gelungen oder großartig finden.

Christel und Dieter Büttner stehen zusammen mit Tochter Ina (l.) unter dem Lichterbogen beim Herrnhuter Sternenglanz im Findlingspark Nochten.
Regina Weiß„Dafür habe ich die zwölf Euro gern Eintritt bezahlt“, so die Meinung von Rommy Preußing aus Weißkeißel. „Das stimmt schon richtig schön auf die Adventszeit ein“, so Angelika Balzke aus Trebendorf. „Da wird einem so richtig das Herz warm“, freut sich Ulrich Klinkert. Der ehemalige Chef des Fördervereins vom Findlingspark ist an diesem Tag vor Ort, um zu helfen. Das gesamte Team des Parks ist auf den Beinen – kontrolliert Eintrittskarten oder überwacht die Rutschbahn für die Kinder.
So wie sie eine Woche vor dem Event auf den Beinen waren. Zehn Gärtner plus Verwaltungsteam des Parks sowie rund zehn Mitarbeiter der Herrnhuter Sterne GmbH haben mehrere Tage lang das neue Veranstaltungsformat vorbereitet. Rund 800 kleine, große und riesengroße Sterne müssen aufgebaut, positioniert und mit Strom versorgt werden. Sogar im Teich werden Sterne versenkt. Die Herrnhuter Meisterwerke liegen zwischen Bergkiefern, werden an Laubbäumen befestigt, säumen das Flüsschen, spiegeln sich im Teich und weisen den Weg nach Klein Skandinavien hinauf zum Aussichtspunkt.

Schon der Eingangsbereich im Findlingspark sorgt beim Herrnhuter Sternenzauber für ein tolles Fotomotiv.
Regina WeißFotomotive gibt es massenweise. Wahrscheinlich werden schon an diesem Freitagabend abertausende Bilder gemacht. „Das hebt das Prestige des Parks“, schätzt Ulrich Klinkert ein. Zum einen schaut er darauf, woher die Besucher kommen. Zum anderen ist jeder Gast möglicherweise ein Multiplikator, der über den Park spricht. Das wäre gut für die Zukunft der Anlage, die von den Einnahmen der Parkbesucher lebt. Und im Sommer sowie im Herbst leuchtet der Park auch ohne Sterne. Dann blühen nicht nur die Gärtner auf, wie Chefgärtnerin Simone Dietrich lachend erklärt, sondern auch die Natur.
Doch zurück zum Herrnhuter Sternenglanz im Findlingspark. Es ist nicht nur für das Team in Nochten die größte Schaffe, sondern auch für die Manufaktur aus dem Süden des Landkreises. Seit Frühjahr arbeiten sie gemeinsam an dem Vorhaben, das wahrlich einmalig, aber sehr authentisch für die Region ist. Schon am Freitagabend nach Tag eins kann das als Erfolg verbucht werden.
Gibt es eine Wiederholung vom Herrnhuter Sternenglanz?
Heißt das, es wird 2025 eine Fortsetzung geben? Anita Schwitalla, Geschäftsführerin des Parks, will sich am Freitagabend da noch nicht festlegen. Vielleicht läuft es eher auf alle zwei Jahre hinaus. Das muss auch die Auswertung zeigen. Ohne der vorwegzugreifen, ist ihr klar, dass dann an einigen Stellschrauben noch gedreht werden muss – Stichwort Lenkung des Besucherstroms, Ticketvorverkauf, Start der Werbung. Vielleicht gibt es noch weitere Kritikpunkte. Doch die stehen Freitag höchstens im Schatten von den leuchtenden Sternen.

In den Kiefern sind grüne und weiße Herrnhuter Sterne postiert. Die Manufaktur aus Herrnhut zeigt im Findlingspark, wie große ihre Produktvielfalt mittlerweile ist.
Regina WeißGibt es noch Karten für Samstag und Sonntag?
Am Samstag, 9. November, ist der Herrnhuter Sternenglanz im Findlingspark Nochten ausverkauft.
Für den Sonntag, 10. November, gibt es noch Karten. Der Eintritt beträgt pro Erwachsenem zwölf Euro, Kinder von vier bis 16 Jahren bezahlen vier Euro. Eine Familienkarte (zwei Erwachsene/zwei Kinder) kostet 28 Euro.
Der Sternenglanz findet von 15 bis 22 Uhr statt.

Eines der beliebtesten Fotomotive beim Herrnhuter Sternenglanz im Findlingspark Nochten – die besondere Lichterkugel.
Regina Weiß

