Eine filmreife Verfolgungsjagd haben sich am Neujahrstag die Bundespolizei und Diebe in Hagenwerder bis nach Polen geliefert. Das Ergebnis der Verfolgungsfahrt sind ein sichergestellter Radlader, ein beschädigter Streifenwagen sowie Blechschaden an einem unbeteiligten Pkw, teilt Michael Engler, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, mit.

Am 1. Januar erhielt die Bundespolizeiinspektion einen Hinweis zu einem verdächtigen Radlader. Der Hinweis stammte von einem Kollegen. Dem Hinweisgeber war es merkwürdig erschienen, dass die Baumaschine ausgerechnet an einem Feiertag auf einer Bundesstraße unterwegs war.

Radlader rammt zwei Polizeiautos

Als die Beamten eine Kontrolle durchführen wollten, wechselte der Fahrer der Baumaschine mehrmals die Fahrspur, rammte anschließend zwei Mal das Dienstfahrzeug, touchierte einen Skoda, bevor er bei einem weiteren Ausweichmanöver von der Zufahrtsstraße zum Grenzübergang Radmeritz rutschte. Nachdem das Baufahrzeug im Wert von 15 000 Euro zum Stehen gekommen war, sprang der Fahrer aus der Kabine und rannte auf einen dunklen Kombi zu.

Wie sich herausstellte, handelte es sich um ein Fluchtfahrzeug. Dessen Kofferraum hatte sich geöffnet und der Flüchtende war darin eingestiegen. Inzwischen auf polnischem Hoheitsgebiet warf er nun während der Fahrt bei geöffneter Heckklappe unter anderem Glasflaschen auf das hinterherfahrende Dienstauto. Die Streife wurde abgeschüttelt.