Energie-Krise in Weißkeißel: Wird die nächste Energiegenossenschaft gegründet?

Am liebsten möchte man dem Stromzähler gut zureden, damit er sich langsamer dreht. Denn derzeit ist Energie sehr teuer. Auch in Weißkeißel. Nun wird laut überlegt, nach Kodersdorf und Boxberg die nächste Energiegenossenschaft zu gründen.
Bernd WeissbrodDie Energiepreise sorgen mit dafür, dass das monatliche Einkommen schneller schrumpft. Laut einer Studie des Vergleichsportals Check24 sind vor allem die Ostdeutschen von den steigenden Kosten für Energie besonders betroffen. So müssen sie im Durchschnitt 7,3 Prozent ihres Einkommens für Energiekosten aufbringen. Das ist die eine Seite der Medaille.
Die andere ist, dass auch Kommunen wie Weißkeißel ständige Nachfragen erleben, wo Firmen großflächige Solaranlagen aufbauen wollen. Doch preiswerteren Strom gibt es deshalb für die Dorfgemeinschaft noch lange nicht.
Weißkeißel kommt im Dorfgemeinschaftshaus zusammen
Am 31. Januar soll um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Weißkeißel über das Thema Energiegenossenschaft informiert werden. „Ich bin dankbar, dass solche Menschen wie Helmut Perk durch den Landkreis reisen“, so Weißkeißels Bürgermeister Andreas Lysk (parteilos). Helmut Perk hat sowohl die Gründung der Energiegenossenschaft in Kodersdorf, als auch die in Boxberg mit angestoßen. Entgegen der großen Anlagen sei es laut Perk nämlich viel sinnvoller, kleinere Flächen zu nutzen, damit die Bürger vor Ort selbst etwas von dem günstigen und grünen Strom haben. „Wir wollen versuchen, von dem großem Kuchen, eine Scheibe abzuschneiden“, so Lysk. Die Runde am Dienstag soll dazu ein erster Anstoß sein.
Weißkeißels Bürgermeister hat dazu auch jemand von der Energiegenossenschaft Boxberg eingeladen.
